16.05.2016 06:26
Quelle: schweizerbauer.ch - ats/bk
Boy des Monats
"Landwirte sollen mehr zusammen halten"
Jeden Monat stellt der „Schweizer Bauer“ den Mann auf dem Kalenderblatt in seinem Alltag vor und beleuchtet seine Verbindung zur Landwirtschaft. Wädi ziert das Kalenderblatt des Monats Mai. Der selbständige Zimmermann ist ein Ziegen-Fan.

Dein Bild hängt zurzeit an vielen Wänden. Wie fühlst du dich dabei?
Schon ein bisschen stolz.

Was sagt deine Freundin und deine Familie dazu?
Eine Freundin habe ich nicht. Die Familie macht Witze darüber, sie finden das lustig. Zum Beispiel: «Bist du das?, war sicher anstrengend, immer so angespannt zu posen ...»

Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben? Weshalb wolltest du dabei sein?
Eines Abends, als wir in unserer WG zusammen bei einem Bier sassen, diskutierten wir über den vorjährigen Kalender (Aussehen, Fotos, Sujets etc.). Da habe ich beschlossen, mitzumachen um zu sehen, was dahinter steckt und weshalb die Fotos so aussehen.

Macht der Bauernkalender deiner Meinung nach gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Ich finde, er schöpft sein grosses Potential zu wenig aus. Man spricht darüber, aber er zeigt meiner Meinung nach zu viele Klischees, und in meinen Augen nicht die wahre Landwirtschaft. Oder würden Sie eine 300 kg schwere Heuballen übers Feld rollen?

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Kommt auf die Gesellschaft an, zwischendurch schon.

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich arbeite zu 100 Prozent als selbständiger Zimmermann, daneben versorge ich meine sechs Ziegen und helfe meinen Eltern auf dem Landwirtschaftsbetrieb.

Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die liebste, welche magst du am wenigsten?
 Das frühe Aufstehen ist nicht so mein Ding. Ansonsten mache ich eigentlich alles gerne.

Landwirtschaft ist…
 ... Familie.

In welchem Bereich hat die Landwirtschaft die grössten Fortschritte erzielt?
Meiner Meinung nach stagniert die Landwirtschaft seit einiger Zeit. Viele Betriebe optimieren vor allem die Direktzahlungen. Die Direktzahlungen werden von Leuten «entworfen», die die Landwirtschaft nur noch vom Hörensagen kennen, beeinflusst von Lobbyisten jeglicher Art.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Weniger Abhängigkeit und einen besseren Zusammenhalt der Landwirte untereinander. Von den Konsumenten wünsche ich mir eine bessere Wertschätzung unserer Produkte. Den Landwirten wünsche ich ein wenig mehr Gelassenheit.

Du zeigst dich im Kalender von der erotischen, leicht bekleideten Seite. Was für ein Typ bist du im normalen Leben?
Ich bin ruhig, freundlich, überlegt und ehrlich.

Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Es ist sicher einfacher im Leben, wenn man gut aussieht. Aber: «Miteme schöne Grind häsch au nani gfrässe».  Schönheit ist relativ. Es gibt so viel Schönes an einem Menschen, ihn nur auf sein Aussehen zu reduzieren ist kurzsichtig.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Nicht unbedingt, es kommt bei allen Menschen auf die Art an, wie man sich gibt, spricht, kleidet, bewegt, auf andere zugeht, das ist die wahre Schönheit.

Worauf achtest du bei einer Frau als Erstes?
 Das ist mein Geheimnis

Zur Person

Der Beruf den du heute ausübst:  Zimmermann
Lieblingsessen:   Spätzli mit Ziegenmilch, Cordonbleu mit Ziegenkäse
Hobbies: Singen (Jodeln), Alt-Pfadfinder
Lebensmotto / Spruch: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“ und „Gaat nöd gits nöd“.

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