5.11.2015 08:04
Quelle: schweizerbauer.ch - ats/bk
Girl des Monats
Bauernkalender 2015: "Auch als Landwirtin kann man weiblich sein"
Jeden Monat stellt der „Schweizer Bauer“ die Frau auf dem Kalenderblatt in ihrem Alltag vor und beleuchtet ihre Verbindung zur Landwirtschaft. Gwendoline zierte das Oktoberblatt des Bauernkalender 2015. Sie liebt die Arbeit mit den Milchkühen und Schweinen. Und sie sagt immer direkt was sie denkt.

Dein Bild hängt zurzeit an vielen Wänden. Wie fühlst du dich dabei?
Ich schäme mich überhaupt nicht, dass mein Bild in vielen Haushalten, Ställen oder Werkstätten hängt. Im Gegenteil ich bin stolz darauf, denn ich finde, das Resultat ist sehr gut heraus gekommen. Ich freue mich, dass nun Oktober ist.

Was sagen dein Freund und deine Familie dazu?
Meine Familie ist stolz auf mich. Obwohl sie zu Beginn etwas besorgt darüber waren, welches Bild die anderen Leute dann von mir haben könnten. Nun sind sie aber beruhigt und amüsiert. Ich hatte seit der Anmeldung ihre volle Unterstützung.

Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben? Weshalb wolltest du dabei sein?
Meine Freunde und Freundinnen haben mir gesagt, dass ich mich anmelden soll. Zum Glück haben sie mich dazu überredet, es war eine grosse und schöne Erfahrung. Ich liebe es verschiedene und aussergewöhnliche Sachen zu machen. Es ist meine Art mich immer wieder selbst herauszufordern. Für mich war es eine Möglichkeit um mich zu positionieren und zu sehen ob mein Charme an dieses Niveau heranpasst.

Macht der Bauernkalender deiner Meinung nach gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Der Kalender präsentiert etwas Positives und angenehmes. Er lässt uns, die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der heutigen Landwirtschaft für einen Moment vergessen.

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Ich habe viele Komplimente für mein Outfit und die dargestellte Szene erhalten. Man hat mir auch gesagt, dass ich nicht zu wenige Kleider anhabe. Das wurde als positive Kritik gesagt. Das Bild hat nichts vulgäres, sondern Charme und Unkompliziertheit. Das bin ich.

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich bin eine junge, leidenschaftliche Landwirtin und ich entwickle mich in diesem Beruf indem ich eine gute Ausbildung mache, die mir viele Türen öffnet. Vor allem in Anbetracht, dass ich in meinem Umfeld keinen Betrieb habe, den ich übernehmen könnte. 

Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die liebste, welche magst du am wenigsten?
Ich habe diesen Beruf aus Leidenschaft zu den Milchkühen ausgewählt. Nun füge ich dem noch die Schweineproduktion hinzu. Beides sind Branchen ,die viel Wissen und ein gutes Management voraussetzten. Am liebsten melke ich die Kühe, putze die Zucht- und Mastbuchten im Schweinestall und kümmere mich im Allgemeinen um die Tiere. Natürlich gefallen mir die Arbeiten auf dem Feld auch. Was ich nicht mag, sind monotone Arbeiten wie Steine räumen oder Blacken bekämpfen.

Landwirtschaft ist…
... eine Leidenschaft die zu einem Bedürfnis wird. Die Liebe zum Boden, den wir bewirtschaften.

In welchem Bereich hat die Landwirtschaft die grössten Fortschritte erzielt?
Ich sehe vor allem die Schweinebranche, die sich mit grosser Geschwindigkeit entwickelt hat. Die spezifische Forschung und Selektion in der Genetik, erlaubt es heute Mastferkel von hoher Qualität zu züchten und sehr leistungsstarke Muttersauen zu haben.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Ich wünsche der Schweizer Landwirtschaft, aber vor allem den Landwirtinnen und Landwirten, Stabilität und Erfolg. Ich wünsche mir, dass auch die kleinen Betriebe unterstützt werden. Jeder Landwirt ist wichtig.

Du zeigst dich im Kalender von der erotischen, leicht bekleideten Seite. Was für ein Typ bist du im „normalen“ Leben?
Man sagt mir oft, das ist schüchtern und reserviert bin. Ausserdem träume ich gerne vor mich hin. Manchmal habe ich den Kopf etwas in den Wolken. Ich mag es nicht, wenn ich die ganze Zeit von Leuten umgeben bin.
 
Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Nach einem Tag in Arbeitskleider, liebe ich es eine gute Dusche zu nehmen und mich um mich selbst zu kümmern. Wenn ich in den Ausgang gehe, dann achte ich immer sehr auf mein Aussehen. Ich versuche, nicht zu unterschiedlich zu Frauen aus Berufen die etwas weniger körperlich ausgerichtet sind, zu sein. Ich will zeigen, dass eine Landwirtin auch sehr weiblich sein kann.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Ich glaube, für eine Frau ist es wichtiger, sich nach einem Arbeitstag wieder zurecht zu machen und zu ihrem Charme zurück zu finden. Es ist natürlicher, einen Mann in Stallkleidung zu sehen als eine Frau. Bei den Männern haben Arbeitskleider auch den Effekt, dass sie die Männlichkeit mehr zum Vorschein bringen.

Auf was achtest du bei einem Mann als Erstes?
Wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich es. Vielleicht manchmal sogar etwas zu direkt. Aber immerhin gehe ich die Dinge an, wie ich sie fühle.

Zur Person

Dein erlernter Beruf: Landwirtin
Der Beruf, den du heute ausübst: Ich arbeite als Landwirtschaftliche Angestellte auf einem Betrieb im Kanton Freiburg.
Lieblingsessen: Ich ma galle  traditionnelle und herkömmlichen Gerichte. Ein Teller Teigwaren, ein Fondue oder ein gutes Steak reichen mir vollkommen
Hobby: Neben meiner Arbeit mache ich viel Holzmalerei. Ich besitze ausserdem zwei Pferde, mit denen ich oft Ausreite und Western reite.
Lebensmotto/Spruch: Mach dein Projekt zu Ende. In schwierigen Momenten erinnere dich darum, wieso du dieses Projekt gewählt hast und gib es nicht auf.

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