14.07.2017 06:05
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
Blog
Cowgirl sucht Mann mit Brusthaar
Am Donnerstagabend heisst es ab sofort wieder «Bauer, ledig, sucht...» auf dem TV-Sender 3+. Bäuerin Monika Helfer aus Courlevon kommentiert auch in Staffel 13 jeweils nach der Ausstrahlung am Donnerstagabend die Sendung in ihrem Blog.

Es ist wieder soweit: Neun ledige Bauern und eine ledige Bäuerin hoffen auf Amor und suchen ihre grosse Liebe. Fangen wir bei unserer Bäuerin Isabel aus dem Kanton Solothurn an. Wobei Bäuerin ist etwas weit gegriffen. Cowgirl passt besser. Mit Hut und Lasso ist die 37-jährige unterwegs und lebt ihren Wildweststyle voll und ganz aus. Sie gibt Line-Dance-Stunden und führt ein Westernlokal. Aber nicht alleine. Kein Geringerer als Ex-Bachelor Tobias (40) steht ihr als Geschäftspartner zur Seite. Und dieser weiss ganz genau wie man das Herz seiner Kollegin erobern kann. Weshalb macht er es wohl nicht gleich selbst? Sicher ist: Isabels Traummann sollte ihr auf gleicher Augenhöhe begegnen, der taffen Frau auch einmal die Stange halten, sie führen und verführen können und ganz wichtig Brusthaare haben, denn in diesen wuschelt Isabel gerne mit ihren Fingern herum.

Um auch ganz sicher auf ihren Mister Right zu stossen, hat unser Cowgirl gleich drei potenzielle Cowboys zu einem ersten Treffen geladen. Beim Lasso werfen und Frauen-Wetttragen mussten sie sich beweisen. Der alle entscheidende Brusthaartest war dann leider eine Vollkatastrophe. Brusthaare waren bei allen dreien Mangelware. Dumm für die Brusthaarfetischistin. Zum Glück gibt es noch andere behaarte Körperregionen. Die sonst so kecke Frau kam bei der Wahl ihres Hofmannes ganz schön ins Schwitzen und beschloss sicherheitshalber zwei Männer einzuladen. Einem passte dies aber ganz und gar nicht. Der clevere Diätkoch Daniel warf das Handtuch, den die plötzliche Unentschlossenheit seiner Isabel passte ihm nicht in den Kram.  Und so treten nun bei unserer einzigen weiblichen Teilnehmerin mit Cowboy Tom und Schönling Roger zwei andere Kandidaten die nächste Runde an. Roger übrigens sieht ihrem Arbeitskollegen Tobias verdächtig ähnlich, einzig die Haare und der Bart sind kürzer. Dreimal Testosteron auf dem Hof. Ob das gut kommt wissen wir nicht, spannend wird’s aber bestimmt.

Auch auf Nummer sicher setzte Motorradfan Erich aus dem Aargau. Er lud ebenfalls drei Damen zum Treffen. Eine davon, Beatrice, war dafür extra von Kanada eingeflogen. Die hübsche Blonde tat es dem 45-jährigen Bauer sofort an und er bat sie um ein persönliches Gespräch, ganz zum Leidwesen der beiden anderen Damen. Ja ja, wenn Blicke töten könnten. Leider setzte Erich aufs falsche Pferd, beziehungsweise Frau und musste sich von seiner Favoritin prompt einen Korb geben lassen, denn bei ihr war der Funken so ganz und gar nicht rüber gesprungen. Und das sollte er schon, wenn sie sogar in Betracht ziehen würde Kanada den Rücken zu kehren. Schade, schade. Zum Glück aber hatte der nun reumütige Erich vorgesorgt und es sassen noch zwei weitere wartende Frauen auf dem Bänkli. So fragte er halt Sonja und sie sagte ja. Ob sie wohl weiss, dass sie nur zweite Wahl ist?

Unser zweiter lediger Bauer aus dem Kanton Aargau, Felix, hatte seine Favoritin schon von Anfang an. Trotzdem wollte er im Gespräch beide geladenen Frauen kennen lernen. Die Diskussion glich dann eher einem Bewerbungsgespräch. Ob das wohl Flirten nach Aargauer-Art ist? Aufschlussreich war es trotzdem. Während dem Denise geschockt ist über Felix zwei gescheiterte Ehen aus denen jeweils zwei Kinder hervorgingen, und die übrigens im Bewerbungsvideo mit keiner Silbe erwähnt wurden, sieht es Sylvia locker und Kinder mag sie sowieso. Sie macht am Schluss das Rennen und zieht für eine Woche auf den Hof. Glück für Erich, dass sie von Anfang an seine heimliche Favoritin war.

Kinder und Glaube waren auch bei der nächsten Verkuppelung ausschlaggebend. Stefan, der Thurgauer Apfelbauer und praktizierender Katholik, will nämlich beides in seinem Leben. Eine Familie. Eine grosse Familie. Genaue genommen elf Kinder hätten Platz in seinem grossen Haus, und dazu eine Partnerin und Mutter seiner Kinder, die seinen Glauben teilt. Dieser ist nämlich Fundament und Grundlage seines Lebens. Die Zukünftige müsste sich also auch mit einem Mariaschrein im Wohnzimmer anfreunden können. Der Schrein würde für die 28-jährige Protestantin Isabelle wohl gerade noch so gehen, doch die elf Wunschkinder waren zu viel. Stefans konservative Einstellungen waren dann doch zu abschreckend für sie. Gott sei Dank gab es da noch Katholikin Debora. Die Grundlage zwischen der 22-jährigen und dem Apfelbauer scheinen zu stimmen, beide sind gläubig und beide wollen Kinder. Viele Kinder.

Die beiden jüngsten Kandidaten der diesjährigen Staffel stammen aus dem St. Gallen. Beginnen wir beim Jüngsten. Hufschmied Lukas ist mit 24 Jahren bereit für die grosse Liebe, seine beiden Kandidatinnen auch. Für Carmen wäre es die erste Beziehung. Dies ist dem Jungbauer ein Dorn im Auge. Er beschliesst: nicht Carmens erster Freund zu werden und will seine Hofwoche mit Konkurrentin Selina verbringen. Für die Siegerin des Hufeisenwettbewerbes geht damit ihr grosser Wunsch in Erfüllung. Ob sie sich nach der Hofwoche immer noch so freut, werden wir sehen, denn Lukas geht nicht gerne fort und werkelt eigentlich am liebsten Zuhause auf dem Hof an seinen Maschinen herum.

Der andere St. Galler heisst auch Lukas, ist aber zwei Jahre älter. Hier haben seine jüngeren Schwestern die Hände im Spiel. Sie wollen ihren grossen Bruder unter die Haube bringen und er macht bereitwillig mit. Seine Traumfrau sollte nicht zulange Haare haben, auch einmal einen dummen Spruch ertragen können und nicht schwerer sein als er. Randnotiz: Lukas wiegt nach eigenen Angaben etwas mehr als hundert Kilo. Ohne Waage, aber dafür mit seiner Bernersennenhündin erschien er zum Treffen. Am Schluss punktete die Metzgerin und junge Mama Jenny. Sie hat nämlich bei dem Geschenk nicht nur an Lukas, sondern auch an seine bellenden Vierbeiner gedacht und extra Schweineohren mitgebracht. Ausserdem hat sie kurze Haare und wiegt nach einer optischen Einschätzungen sicher nicht mehr als hundert Kilo.

Weniger ums Gewicht als vielmehr ums Herzkribbeln geht es bei unserem Walliser Josi. Der Schafbauer und Wittwer sucht eine Heimat für seine Gefühle. Ob er die in seiner Hofdame Christine finden wird? Auf den ersten Blick scheint es so. Die beiden vergessen beim Pedalo fahren nämlich fast, dass hinter ihnen noch eine zweite Frau sitzt, wenn auch ziemlich ruhig. Diese ist zwar enttäuscht über Josis Entscheid für die andere, hofft aber, dass sie eines Tages doch noch einen Mann finden wird, der sie so nimmt, wie sie ist. Wir hoffen mit ihr.

Vom Wallis geht es wieder ins Luzernische. Der ordentliche und perfektionistische Walter sucht die perfekte Frau für ihn. Er ist überzeugt, dass es von Anfang an einfach Klick machen muss, sonst funktioniert es nicht. Ganz einfach also. Denkste. Auf einmal ist er nämlich gar nicht mehr sicher ob es schon Klick gemacht hat oder nicht. Ist halt gar nicht so einfach bei zwei tollen Frauen. Bis zur Stubete am Abend spannt er seine beiden Kandidatinnen auf die Folter. Das zerrt ganz schön an den Nerven von Buchhalterin Anna und die ersten Tränen der Staffel fliessen. Schlussendlich ringt sich der 52-jährige doch noch zu einer Entscheidung durch. Anna soll es sein. Ein Mittleids- oder ein «Klick»-Entscheid? Wir hoffen auf das Letztere.

Nerven beweisen musste auch Berner Oberländer Christian. Dabei hatte für den selbsternannten «Pechvogel in der Liebe» alles so gut angefangen. Liebesbriefe sind eingeflogen, zwei Frauen wurden ausgewählt und er hat sich in den Gesprächen gut geschlagen, er konnte sich sogar für eine entscheiden. Gisella soll seine Hofdame werden. Aber Gisella war sich plötzlich nicht mehr so sicher. Ihr würde alles zu schnell gehen und sie brauche noch Bedenkzeit. Die bekam sie auch und zwar genau bis am Abend. Dann wollten Marco Fritsche und auch Bauer Christian eine Antwort. Nach gutem Zureden gab sie Christian eine Chance. Wird er sie nun nutzen und sich für seine Gisella mächtig ins Zeug legen?

Wir sehen: Es ist ganz schön ein Stress für die ledigen Kandidaten sich den passenden Partner auszusuchen. Die einzigen, die ihr Treffen voll und ganz geniessen konnten waren Sepp, alias Almöhi, der älteste Kandidat der Staffel, und seine Claudia. Der 72-jährige Urner und Liebling von Christa Rigozzi, ist seit 2009 verwitwet und sucht für seinen Lebensabend eine neue Partnerin an seiner Seite. Denn vor allem die Zweisamkeit am Abend und der Austausch fehlen ihm. So geht es auch Claudia. Auf den ersten Blick sieht es gut aus. Mütterlich putzt sie ihm jetzt schon die Krümel vom Hemd und streicht seinen Bart mit Pflegemittelchen ein. Er geniesst sichtlich die lang vermissten Aufmerksamkeiten.

Zehn spannende Kandidaten warten auf uns. Wir sind gespannt wie sich ihre Hofdamen und Hofherren im Alltag schlagen werden.

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