29.09.2017 06:03
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
Blog
Barfuss misten im Pferdestall
Am Donnerstagabend heisst es ab sofort wieder «Bauer, ledig, sucht...» auf dem TV-Sender 3+. Bäuerin Monika Helfer aus Courlevon kommentiert auch in Staffel 13 jeweils nach der Ausstrahlung am Donnerstagabend die Sendung in ihrem Blog.

Bei den meisten Bauern läuft es gut, sogar sehr gut. Nur Stefan hat so seine Probleme. Ob es bei ihm noch gut kommt, weiss wahrscheinlich nur Gott. 

Jeanette möchte ihren Bauern Walter überraschen. Da der Bauer seit Jahren seinen Hof nicht mehr verlassen hat, hilft Jeanette ihm beim Koffer packen. Als die Mutter schaut, was ihr Junior macht, ist sie zuerst ein wenig skeptisch. Denn nun darf Jeannette die Kleider aussuchen und nicht mehr die Mama. Hand in Hand besuchen sie das Agrar-Museum, vor allem Walters Herz schlägt dabei höher. Die zwei sind frisch verliebt, damit ihre Liebe lange hält, muss man sie pflegen so wie die Oldtimer -Traktoren, da sind sich beide einig. Danach gehts weiter. Ab ins Hotel, denn dort hat Jeanette ein nettes Zimmer für sie zwei gebucht.

Walter spricht zwar langsam doch bringt es gerne auf den Punkt. Nach seinem romantischen Gedicht kommt die Frage auf, wann sie bei ihm einziehen würde. So schnell möchte Jeanette doch nicht zu Walter gehen, in der Zukunft treffen sie sich am Wochenende. 

Barfuss im Stall

Felix besucht für einige Tage Sylvia auf ihrem Ponyhof. Er ist beindruckt, dass sie diesen Hof seit über 10 Jahren alleine schmeisst. Die 22 Tiere müssen täglich versorgt werden, hinzu kommt, dass Sylvia regelmässig Reitunterricht gibt. Sylvia ist eine starke Frau. Das beeindruckt Felix. Aber auch ich finde es stark, was sie leistet.

Felix meinte, er könne einige Tage Ferien machen. Sie hingegen möchte schauen, ob der Viehzüchter auch mit ihren Ponys klarkommt. Beim Zäunen hat er so einige Probleme. Auch das Misten wird für Felix zum Problem. Denn ausser seinen schönen Schuhen hat er keine dabei. So bleibt nichts anders übrig, als barfuss zu misten. Was für ein Anblick. Nicht nur Sylvia muss lachen, auch ich kann mich kaum mehr halten. Ungeschickt räumt er die Rossbollen weg und schmeisst sie in die pinke Karette. Wenn Felix bei mir im Stall wäre, hätte ich auf jeden Fall ein Paar Stiefel übrig. 

Küsse auf die Backen

Der Weinbauer Franz pflanzt sein Geschenk, die Rebe von Sabine, neben einer Bank, auf der er gerne eigne Stunden verbringt. Franz möchte heute in seinem Rebberg die Blätter entfernen. Die untersten 3 bis 4 Blätter müssen weg, damit die Trauben genügend Sonne haben und so ihr volles Aroma entwickeln können. Sabine erledigt die Arbeit fachgerecht, das macht den Bauern stolz. So stolz, dass er sie liebevoll lobt und intensiv mit ihr flirtet und ihr ein paar Küsse auf die Backen gibt. Sollte Franz das Tempo halten, wird er wahrscheinlich Ende Woche nicht nur Weinblätter entblättern. Da das Wetter mit macht, gehen sie nach getaner Arbeit ins Schwimmbad. Dieser Ort ist eine von Franz’ Lieblingsecken. Das kann ich nachvollziehen.

Das Bad befindet sich am Waldrand, ist gross, abgelegen und wunderschön. Bei diesem Anblick würde ich gerne einen Sprung hineinwagen. Franz hatte noch nie eine Freundin, doch ich verstehe nicht wieso, denn bis jetzt mach er alles richtig. 

Liebe geht durch den Magen 

Sven testet seine Hofdame Stefanie. Mit der Motorsäge soll sie die alten Bäume entfernen. Doch dieses Gerät ist doch ein wenig zu schwer und zu gefährlich für die zierliche Stefanie. An einer Baumgabelung hat sich ein Herz gebildet. Dieses Herz sägt Sven liebevoll hinaus. Dieses spezielle Geschenk freut Steffi. Zum z’Vieri serviert Stefanie ihren selbstgebackenen Russenzopf. Dieser schmeckt Seven so gut, dass er eine interessante Bemerkung macht: „An das könnte ich mich gewöhnen.“

Backen ist eine ihrer Leidenschaften aber auch das Theater spielen liegt ihr am Herzen. Ebenso Kinder, denn sie ist Jugi-Leiterin. Diese Aussage erfreut Sven, erneut denn er würde gerne eine Familie gründen. Stefanie wäre perfekt, sie liebt Kinder, backt und kocht gerne und würde auch den Haushalt erledigen. Da sollten wir die Daumen drücken, dass auch das Herz mitspielt. 

Kalte Füsse, warmes Herz

Christine ist sich nicht zu schade Josis Schafe zu halten, damit der Bauer ihnen die Klauen pflegen kann. Bei der Arbeit erzählt sie, dass sie gerne in den Flussbächen wandert. Für Josi ist dies unbekannt doch für mich nicht. Denn ich habe auch einmal eine solche Tour gemacht. Vom Schwarzsee in den Sodbach. Das war eine meiner schönsten Wanderung. Josi möchte, dass sie glücklich ist, deshalb gehen sie gemeinsam auf einen Kneippweg. Nach dem Parcours wischt Josi ihr liebevoll die Füsse trocken. Das ist ein echter Liebesbeweis.

Auch beim gemeinsamen Essen rutschen sie zusammen. Josi möchte in den nächsten Jahren das Wallis erkundigen. Christine war als kleines Kind oft dort, das passt. So können sie gemeinsam romantische Ausflüge planen. Christine könnte sich sogar einmal vorstellen, im Wallis zu wohnen. Darauf meinte Josi nur: „Wir sollten sofort den Vertrag unterschreiben“.

Keine Schmetterlinge 

Nur bei Stefan und seiner Debby läuft es nicht so rund. Sie kommen sich mittlerweile etwas näher, dennoch knistert es zu wenig. Zusammen gehen sie zum See. Hand in Hand reden sie über ihre Gefühle. Debby macht für mich eine wichtige Aussage. Wenn Stefan der richtige wäre, würde er sie auch so nehmen, wie sie ist und würde sich an ihrem Glauben und Sportverhalten nicht stören. Doch diese Aussage kommt bei Stefan nicht an. Denn er wünscht sich immer noch, dass Debby voll zu seinem Glauben steht. Debbys Aussage bringst auf den Punkt, Stefan ist wahrscheinlich nicht der Richtige. 

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