26.12.2013 12:47
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Winter
Über einen Meter Neuschnee in der Gotthardregion
Für weisse Weihnachten hat es dieses Jahr nicht gereicht, doch am Stephanstag schneit es dafür bis in tiefe Lagen. Im Grossraum Bern und Zürich sowie Richtung Bodensee fällt die Schneefallgrenze auf 400 Meter, Tendenz sinkend.

Am meisten Schnee gab es über Nacht im Nordtessin, wie Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. «Die Gotthardregion war der Hotspot, hier hat es über Nacht sehr intensiv geschneit. In einigen Regionen gab es in den letzten 24 Stunden über einen Meter Neuschnee.» Der höchste Messwert wurde mit 1,27 Metern aus dem Bedrettotal gemeldet.

Während der Schneefall im Tessin schon gegen Mittag nachlässt, könne es in den übrigen Alpen noch 20 bis maximal 40 Zentimeter Schnee geben. Schneefrei und dafür regnerisch bleibt es in der Region Basel und vom Neuenburgersee westwärts.

In der Nacht auf Freitag könnte es auf den Strassen zu kritischen Situationen kommen. «Die Wolkendecke reisst auf und die Strassen sind vom Niederschlag nass, darum kann es zu Eisglätte kommen», warnt Gerstgrasser.

Idealer Skitag

Der Freitag wird mit dem Neuschnee vom Donnerstag und viel Sonne der ideale Skitag - allerdings verbringt man diesen besser auf als neben der Piste. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF warnt vor Lawinen. Im gesamten Alpengebiet sei die Lawinengefahr erheblich bis gross.

Auch im Flachland ist am Freitag, spätestens ab dem Nachmittag, mit Sonne zu rechnen. Unterhalb von 600 Metern taut der Schnee dann wohl bereits wieder weg, wie Gerstgrasser sagte.

Hochwassergefahr im Tessin

Im Tessin regnete es über die Festtage fast pausenlos. Zum Teil sind laut Gerstgrasser bis zu 200 Milimeter Regen gefallen. Fast im ganzen Tessin wurden Rekordwerte für die Niederschlagsmengen gemessen. Jetzt steigen die Pegel von Flüssen und Seen.

Der Lago die Lugano erreichte am Donnerstagmittag die Gefahrenstufe 3 (erheblich), wie der Webseite des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zu entnehmen ist. «Gefahrenstufe 3 bedeutet, das einige Uferwege unter Wasser stehen.

Erst ab Stufe 4 kommt es zu grösseren Überschwemmungen», sagte Daniel Streit vom BAFU auf Anfrage. Mit einer Erhöhung auf Stufe 4 werde aber nicht gerechnet. Laut BAFU werden die Pegelhöchststände am (morgigen) Freitagmittag erreicht. Danach sei mit einem langsamen Rückgang der Seepegel zu rechnen.

www.schweizerbauer.ch/wetter

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