12.01.2015 06:52
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Turbulentes Wochenendwetter
Frühling und Winter - in dieser Reihenfolge - hat das Wetter am Wochenende gebracht. Das Auf und Ab führte von örtlich rekordhohen Januar-Temperaturen am Samstag bis zu lokalen Schneefällen bis auf 400 Meter am Sonntag. Immer dabei waren stürmische Winde.

SRF Meteo nannte am Sonntag Möhlin AG im Fricktal als Beispiel: Am Samstag um Mitternacht war es dort 12 Grad warm. Am Sonntag um 8 Uhr waren es dann noch 1,6 Grad. Auf 400 Metern waren in der Nordostschweiz Schneeflocken zu sehen - zur selben Zeit schneite es in den Alpen aber erst ab Höhen von 1400 bis 2000 Meter.

Später am Sonntag fiel allerdings auch in den Bergen Neuschnee. 10 bis 20 Zentimeter seien es in den Alpen gewesen, sagte Daniel Gerstgrasser, Meteorologe bei MeteoSchweiz, am Sonntag auf Anfrage. Im Alpstein in der Ostschweiz und im Glarnerland seien lokal bis zu 30 Zentimeter zusammengekommen.

Ausserordentlich warmer Januartag

Kaum gewachsen ist die Schneedecke dagegen im Engadin, in den südlichen Gebieten Graubündens und im südlichen Wallis. In diesen Gebieten fielen lediglich einige Zentimeter. Das Mittelland blieb trotz einiger Schneeschauer grün.

Der Samstag war ein ausserordentlich warmer Januartag gewesen. Die höchste Temperatur gab es nach Angaben von MeteoNews mit fast 23 Grad in Cevio TI. Auch an weiteren Messstellen im Tessin wurden über 20 Grad gemessen. Doch auch im Kanton Obwalden stieg die Quecksilber-Säule auf rund 20 Grad. Mit einem Wert von 19,7 Grad verharrte sie in Thun BE nur wenig tiefer. Im Grossraum Basel war es um die 18 Grad warm, in Aarau gab es 16 Grad und in Bern 15,9 Grad. Und selbst höher gelegene Orte wie Crans-Montana VS oder Château-d'Oex in den Waadtländer Alpen hatten mehr als 10 Grad.

Sturmwinde einzige Konstante

Einzige Konstante des Wochenendes waren die Sturmwinde. Am Samstag wurden in den Bergen orkanartige Windböen registriert. Auf dem Säntis in der Ostschweiz wurden von bis zu 169 km/h gemessen. Auf den Hausbergen von Zürich und Bern - dem Üetliberg respektive dem Bantiger - waren es 116 km/h.

Am Sonntagmorgen waren die Böen etwas weniger heftig: Auf dem Chasseral im Berner Jura wurden laut SRF Meteo 141 km/h gemessen und auf dem Luzerner Hausberg Pilatus 124 km/h. Sturmböen gab es auch am Jurasüdfuss und in einigen Gebieten in Alpentälern.

Vereinzelt führte das unruhige Wetter zu Verkehrsbehinderungen: Die Hauptverkehrsachse im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist wegen eines Erdrutsches seit Samstag und voraussichtlich noch bis Montagabend unterbrochen.

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