7.11.2017 08:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Russland schützt Produktion
Russland hat zum Monatswechsel die Einfuhr und den Transit weiterer Agrarprodukte vorläufig gestoppt. Nach Angaben des Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) sind davon unter anderem lebendes Geflügel, Bruteier und alle Arten von Geflügelprodukten betroffen, die nicht der Wärmebehandlung unterzogen wurden.

Ausserdem gilt ein Einfuhrstopp für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe für Geflügel mit Ausnahme von Produkten pflanzlichen Ursprungs sowie aus chemischer und mikrobiologischer Synthese.

Diese Regelungen betreffen Bulgarien, die Niederlande und Schweden. Verboten ist jetzt auch die Einfuhr von lebenden Schafen und Ziegen sowie entsprechenden Produkten und genetischem Material aus Griechenland.

Keine Seuchen einschleppen


Rosselkhoznadzor begründete diese Massnahmen mit dem Schutz vor der Geflügelpest, der Newcastle-Krankheit und den Pocken. Bereits am 25. Oktober hatte die russische Regierung ihre Einfuhrembargoliste um landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Europäischen Union, den USA, Kanada, Australien, Norwegen, der Ukraine, Albanien, Montenegro, Island und Liechtenstein erweitert.

Davon betroffen waren lebende Schweine mit Ausnahme von reinrassigen Zuchttieren sowie bestimmte Tierfette und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse von Rindern, Schweinen, Ziegen, Schafen, Pferden und anderen Tieren.

Diese Verbote sollen bis zum 31. Dezember 2018 gelten. Wie Vizepremier Arkadij Dworkowitsch am Dienstag vergangener Woche erklärte, will die Regierung damit unter anderem die einheimischen Schweinefleischproduzenten schützen, die mit einem einfuhrbedingten Preisverfall auf dem heimischen Schweinefleischmarkt zu kämpfen hätten. 

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