2.03.2014 10:27
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
Paar findet beim Gassigehen riesigen Goldschatz
Es ist wie im Märchen: Ein Paar in den USA stösst beim Gassigehen mit dem Hund auf eine rostige Dose und findet darin einen Goldschatz. Auf dem eigenen Grundstück in der Region Gold Country entdeckten die beiden mehr als 1400 wertvolle Münzen.

Experten schätzten den Wert der Goldstücke aus dem 19. Jahrhundert am Dienstag auf mehr als zehn Millionen Dollar, wohl der grösste Schatzfund in der Geschichte der USA. Seine Entdecker wollen anonym bleiben und sind nur als John und Mary bekannt.

Damaligen Wert 27'980 Dollar

«Ich sah eine alte Büchse aus der Erde ragen, an einem Weg, den wir seit Jahren fast jeden Tag entlang gehen», berichtete John. Mithilfe eines Stocks grub er mit seiner Frau die Dose aus, die sie ins Haus trugen.

Zuhause sprang der Deckel des Kanisters gleich auf und zum Vorschein kamen Goldmünzen. Sofort rannten sie zurück in den Garten und gruben mit Hilfe eines Metalldetektors noch sieben weitere Behälter aus. Insgesamt fanden sie 1427 Münzen, im damaligen Wert von 27'980 Dollar. Wer den Schatz vergraben hatte, ist unbekannt. Der Megafund in der historischen Goldgräberregion im Norden Kaliforniens hat sich den Berichten zufolge vor einem Jahr ereignet.

Münzen in makellosem Zustand

Es handle sich um unbenutzte Goldmünzen im Wert von 5, 10 und 20 Dollar, die zwischen 1847 und 1894 geprägt worden seien, berichtete der «San Francisco Chronicle» am Dienstag (Ortszeit). Experten schätzen den Sammlerwert des Fundes auf rund 10 Millionen Dollar (rund 8,9 Mio. Franken).

Das Münzhandel-Unternehmen Kagin's teilte die Begeisterung der beiden Schatzgräber: «Diese Familie hat sprichwörtlich am Ende des Regenbogens den Topf voller Gold gefunden», sagte Donald Kagin. Das Besondere an dem Fund sei, dass die Münzen eine grosse Datierungsbandbreite aufwiesen, das sei anders als bei vergleichbaren Fällen. Und viele seien zudem in «makellosem Zustand», sagte der Münzexperte, den das Paar mit dem Verkauf beauftragt hat.

Wahrhafte Raritäten machen den Goldschatz zum Hauptgewinn: Allein ein 20-Dollar-Stück aus dem Jahr 1866 könnte bis zu einer Million bringen, sagte Kagin weiter.

Schatz zunächst Zuhause versteckt

Dass der Schatz erst ein Jahr später den Weg in die Medien fand, hat gute Gründe. Völlig überrumpelt versteckte das Paar den Fund zunächst gut verpackt bei sich Zuhause. «Wir wussten sofort, dass wir sie verkaufen wollten, aber wir konnten ja nicht zu irgendjemandem gehen», sagte Mary.

Also suchten sie Experten und nahmen sich einen Anwalt. Unabhängige Schätzer schrubbten monatelang den Dreck von den Münzen und stellten Recherchen an. Auch die Geheimnistuerei um ihre Identität und den genauen Ort haben sich die beiden gut überlegt, schliesslich möchten sie keine Invasion von Goldgräbern auf ihrem Grundstück erleben.

Merkwürdiger Stein

Ausserdem: «Wir lieben unser Leben, wie es ist», sagte die 40-jährige Mary. Das wollen sie nicht ändern, auch wenn es jetzt sorgenfreier sei. Angesichts ihrer finanziellen Probleme seien sie «extrem dankbar», ergänzte ihr gleichaltriger Partner. Nun könnten sie ihr geliebtes Anwesen in der Nähe der Stadt Sacramento behalten.

Doch eine Angabe zur Fundstelle liessen sich die beiden in ihrem anonymen Interview entlocken: Sie hätten sich schon lange über einen merkwürdigen Stein auf ihrem Grundstück gewundert. «Erst als wir den Fund machten, erkannten wir, dass es eine Markierung gewesen sein könnte. Wenn man von dem Stein aus zehn Schritte in Richtung des Nordsterns geht, dann landet man genau in der Mitte der ganzen Münzen.» Das sollten sich Schatzsucher vielleicht merken.

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