6.11.2014 17:19
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Winter
Nach dem Wintereinbruch hat sich die Lage normalisiert
Nach dem Wintereinbruch am Mittwoch hat sich die Lage auf den wichtigsten Strassen im Alpenraum im Verlaufe des Donnerstags wieder normalisiert. Die beiden alpenquerenden Autobahnen A2 und A13 waren ab Donnerstagmorgen wieder normal befahrbar.

Nach dem Wintereinfall sind aber nun auch die meisten Alpenpässe, die im Winter normalerweise nicht befahrbar sind, definitiv gesperrt. Einzig Forcola di Livigno, Flüela, Albula und Splügen sind gemäss Angaben der Verkehrsdienste vorerst «bis auf weiteres» gesperrt. Die winterfesten Pässe Julier, Maloja, Lukmanier, Bernina und Ofen sind schneebedeckt.

Im Kanton Graubünden waren am Donnerstag wegen des Schneedrucks an mehreren Orten Bäume auf die Strassen gestürzt. Es kam zu mehreren kleinen Unfällen, wie es bei der Kantonspolizei auf Anfrage hiess. Dabei handelte es sich vielfach um Selbstunfälle ohne Verletzte.

Unterbrüche auf den Netzen von RhB und MGB

Auf dem Netz der Rhätischen Bahn (RhB) kam es in den Morgenstunden zu kleineren Verspätungen. Erneut unterbrochen wurde die Linie Chur-Arosa. Im Valsertal ereigneten sich in der Nacht auf Mittwoch drei Erdrutsche kleineren Ausmasses. Im Urner Urserental waren die Bahnstrecke der Matterhorn Gotthard-Bahn (MGB) und die Strasse zwischen Realp und Hospenthal vorübergehend gesperrt. Auch die Bahnstrecke über den Oberalp musste am Donnerstagmorgen erneut gesperrt werden. Für die Strasse über den Oberalppass gilt die Wintersperre.

Auf der Strasse zwischen Locarno und Ponte Brolla am Eingang zum Maggiatal und zum Centovalli kam es wegen Hochwassers zu Behinderungen. Für einige Zeit gesperrt waren in der Umgebung von Lugano die Strecken zwischen Pregassona und Davesco-Soragno sowie zwischen Astano und Banco, und zwar wegen Erdrutschs und Steinschlags.

Grosse Niederschlagsmengen

In Teilen der Schweiz fielen überdurchschnittlich grosse Niederschlagsmengen. Vor allem das Tessin war stark betroffen. Bei der Messsstation Locarno-Monti wurden zwischen Montag und Donnerstagmorgen 274 Liter Wasser pro Quadratmeter registriert. Der Lago Maggiore trat teilweise über die Ufer. Beim Luganersee war der Pegel ebenfalls aussergewöhnlich hoch.

Niederschlagsmengen von oder über 200 Liter wurden auch in San Bernardino GR (209) oder in Binn VS (200 Liter) registriert. Viel Niederschlag gingen auch in Andermatt UR (182), Ulrichen VS (171) oder Elm GL (103) nieder. In höheren Lagen fiel der Niederschlag in Form von Schnee.

www.schweizerbauer.ch/wetter

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE