28.09.2017 11:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Deutschland
Erpresser will Essen vergiften
Ermittler in dem an die Schweiz grenzenden Bundesland Baden-Württemberg sind einem Erpresser auf der Spur, der mit der Vergiftung von Lebensmitteln droht. Es handle sich um einen «bundesweit bedeutsamen Erpressungsfall», erklärte die Polizei Konstanz am Donnerstag.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollten am Mittag zusammen mit dem baden-württembergischen Konsumentenschutzministerium über den Fall informieren. Der Erpresser drohe, «vergiftete Lebensmittel in den Verkauf zu bringen, falls seine Forderungen nicht erfüllt werden», erklärte die Polizei. Ein Behördensprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern, welchen Konzernen oder Geschäften gedroht wird und was der Mann fordert.

Gemäss Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll der Täter bereits fünf Produkte mit einer womöglich tödlichen Menge Gift in Lebenmittelgeschäften in Friedrichshafen am Bodensee ausgelegt haben. Die betroffenen Geschäfte waren zuvor in einem Erpresserschreiben des Täters benannt worden. Mehrere verdächtige Produkte wurden sichergestellt. 

Der Täter fordert laut der "Bild-Zeitung" mehr als 10 Millionen Euro von grossen Ketten wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka. In einem Schreiben, das er den Konzernen und auch der Polizei zukommen liess, hatte der Täter zuvor angekündigt, Produkte in Lebensmittel- und Drogeriemärkten im In- und Ausland zu manipulieren. Diese wolle er mit einer Substanz vergiften.

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