1.04.2014 08:17
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Medien
Büsibilder, Elefantenhäuser und neuen Verkehrsschildern
Eine Katzensteuer im Kanton Zürich, Heizdecken aus der Krim, ein neues Verkehrsschild und der falsche Moderator: Die Schweizer Medien und Verbände haben zum 1. April wieder tief in die Scherzkiste gegriffen.

Um die Artenvielfalt bei den Singvögeln zu schützen, soll laut dem «Tages-Anzeiger» in Zürich eine Katzensteuer eingeführt werden. 50 Franken pro Jahr und Tier werde diese betragen. Die Katzen könnten via die Zeitung bereits online beim Kantonalen Veterinäramt Zürich vorregistriert werden - es genügt, zwei Fotos «von der Seite und stehend» und «sitzend von vorne» an die Redaktion zu schicken.

Elefantenhaus soll Sportarena werden

Tierisch schickt auch der «Werdenberger&Obertoggenburger» seine Leser in den April: In Buchs werde am Dienstag ein Biberpaar ausgesetzt, das sodann aus Anlass einer geplanten Umpflanzaktion beim Nagen an einer Purpurerle beobachtet werden könne. Zum wiederholten Male schaffte es auch der Zoo Zürich in die Aprilscherz-Sparte: Die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, was «wie ein Aprilscherz klingt, ist in Wirklichkeit seriös aufgegleist»: Im neuen Elefantenhaus soll eine Sportarena entstehen.

Laut der «Basler Zeitung» will die Schweiz als erster Staat nach Russland die Krim als eigenständigen Staat anerkennen. Damit würde die Eidgenossenschaft einen «weiteren Sonderweg gehen» und sich längerfristig den Zugang zu Eisenerz und hochwertigen Heizdecken sichern.

Eigenen Garten versteuern

Wer noch nie vom Eigenesswert (EEW) gehört hat, dem hilft die «Aargauer Zeitung» auf die Sprünge. Demnach müssen im ganzen Kanton ab dem 1. April im eigenen Garten geerntete Lebensmittel versteuert werden. «Der Einheitssatz pro Quadratmeter Garten beträgt Fr. 1.12.»

Musikalisch geht es im Welschland in den 1. April: «La Liberté» präsentiert eine neue CD der drei Westschweizer Bischöfe - inklusive Videoclip.
«Le Matin» kündigt an, dass Schweden aufgrund sinkender Kriminalitätsraten der Schweiz leerstehende Gefängniszellen angeboten habe. Der Handel sei allerdings an den Gripen-Kauf geknüpft.

Sportmoderator in leerem Studio

Mit einem neuen Verkehrsschild wollen derweil der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) und Pro Velo die Zahl der Velounfälle senken, wie sie in einer Mitteilung schreiben: Ein Auge soll das bekannte dreieckige Signal «Kein Vortritt» künftig ergänzen, ganz nach dem Motto: «Vorsicht beim Vortritt! Du weisst nie, was kommt.»

Auch Radio SRF 1 liess sich zum 1. April etwas besonderes einfallen. Statt von Morgenmoderator Sven Epiney wurden die Hörerinnen und Hörer von Sportkommentator Matthias Hüppi begrüsst, der sich nach eigenen Angaben - als Morgengast eingeladen - im leeren Studio wiederfand.

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