10.12.2018 19:22
Quelle: schweizerbauer.ch - jul
Agrostar
Agrostar: Wer ist Ihr Favorit?
Mit dem Agro-Star Suisse wird jedes Jahr eine Persönlichkeit geehrt, die sich für die Schweizer Landwirtschaft eingesetzt hat. Sehen Sie hier, wer nominiert ist, und stimmen Sie im Online-Voting für Ihren Favoriten. -> Das Voting ist beendet. Vielen Dank für Ihr Interesse.

Mit dem Agro-Star Suisse soll eine Persönlichkeit geehrt werden,  die sich  in besonderer Weise um die Schweizer Landwirtschaft verdient gemacht hat. Agrostar 2018 ist Christine Bühler.

Die Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands hat sich während acht Jahren unter anderem für die Gleichstellung der Frauen in der Landwirtschaft eingesetzt. Nächstes Jahr legt sie ihr Amt nieder.

Der Ablauf

Insgesamt stehen dieses Jahr zehn Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl. Im  Online-Voting kann von morgen Sonntag,  18. November, bis zum 13.Dezember der Favorit oder die Favoritin gewählt werden.  Die fünf Nominierten mit den meisten Stimmen werden dann der Fachjury präsentiert.   

Aus diesen bestimmt die Fachjury den Preisträger oder die Preisträgerin des Agro-Star Suisse 2019. Die Übergabe des Preises und die Ehrung des Preisträgers oder der Preisträgerin findet am Donnerstag,  21. Februar, an der Eröffnungsfeier der Tier&Technik 2019 in St.Gallen statt.

Voten & Gewinnen

Wählen Sie bis am 13.Dezember 2018 Ihren Favoriten hier im Online-Voting*! Aus allen Stimmabgaben werden zwei Hauptgewinner von je 1000 Franken in bar gezogen.

Zusätzlich werden 25 Gratiseintritte für je 2 Personen an die Tier&Technik 2019 (21.–24. Februar) verlost inklusive Einladung an die Preisverleihung am 21.Februar 2019.

* Es kann nur 1 abgestimmt werden.

Die Nominierten

Annekäthi Schluep: Die diplomierte Bäuerin  ist Präsidentin der Kommission Familien- und Sozialpolitik des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Sie setzt sich unter anderem für die Gleichstellung von Mann und Frau ein.  Letztes Jahr lancierten sie und ihr Team die Plattform «Hilfe und Unterstützung». Bis 2014  bewirtschaftete sie mit ihrem Mann den eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Den Betrieb haben sie übergeben, und Schluep ist nun bei ihrer Tochter und deren Mann angestellt. 

Christophe Courtois: Der Landwirt  aus  Versoix GE hat 2011 den Familienbetrieb übernommen. Er kultiviert auf 55 Hektaren neben Weizen, Raps, Obstbäumen, Beeren und Gemüse auch aussergewöhnliche Kulturen wie Linsen, Braugerste, Kichererbsen und Leinen. Für die Linsenproduktion haben er und sein Team 2015 den Agropreis gewonnen. Auf seinem Betrieb beschäftigt Courtois acht Angestellte. Familienangehörige und Externe. Seit 2003 produziert er auf 170 Quadratmetern Photovoltaikpaneels grüne Energie. Courtois hat bereits neue Projekte im Sinn. Für eines davon hat er vor Kurzem das Wirtepatent gemacht, weil er an die fruchtbare Verbindung von Landwirtschaft und Gastronomie glaubt.

Valérie Cavin und Roman Clavadetscher: Sie haben sich zu Beginn des Studiums an der ETH Zürich kennengelernt. Valérie Cavin arbeitete nach dem Studium sowie heute noch mit einem Teilzeitpensum in der Entwicklungszusammenarbeit. 2004 übernahm das Paar  den Hof von Romans Eltern. Dieser wurde schon Jahrzehnte als Biohof geführt. Speziell  widmet sich das  Paar dem Aufbau des Bruderhahnprogramms. Roman ist nebenamtlich in verschiedenen Funktionen in der Geflügelbranche tätig. Gemeinsam will das Paar mit seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit bei interessanten Wertschöpfungsketten mitwirken.

Isabelle Grüter:  Sie ist Präsidentin der Genossenschaft agriCatering, einer Offensive der Luzerner Bäuerinnen.  Seit zehn Jahren bietet agriCatering, bestehend aus 27 Bäuerinnen aus dem Kanton Luzern, feines Kulinarisches aus der Nähe an und verwöhnt die Kunden mit qualitativ hochwertigen Speisen. Grosser Wert wird auf saisonale Produkte, wenn möglich vom eigenen Hof oder aus der Region gelegt. agriCatering bietet ein Genusserlebnis der speziellen Art mit liebevoll zubereiteten Produkten.

Urs Vogt: Der Ingenieur Agronom HTL ist seit vielen Jahren Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz. Der Verein hat es geschafft, die Mutterkuhhaltung als starken Produktionszweig zu etablieren. Unter Urs Vogt haben Markenprogramme wie Natura-Beef enormen Aufschwung erfahren und den Mutterkuhhaltern zusätzliche Wertschöpfung ermöglicht.

Judith Pfefferli:  Seit 15 Jahren bietet sie auf ihrem Hof  Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder von 3 bis 15 Jahren an, z.B. SchuB, Bauernhofspielgruppe, Jahreszeiten- und Gartenkurse (schon mehr als 6000 Stunden).  Sie leitet den Zertifikats-Lehrgang «Bauernhofspielgruppenleiterin» und gibt ihr Fachwissen an Lehrerweiterbildungskursen, landwirtschaftlichen Schulen und Fachtagungen weiter. Sie findet, Kinder sollten auch noch heute wissen, wie die Naturkreisläufe funktionieren, Nutztiere leben und Lebensmittel produziert werden. Sie ist überzeugt, nur so werden unsere Kinder später verantwortungsvolle Konsumenten.

Lukas Schwyn: Über verschiedene Stationen kam der Pfarrer Lukas Schwyn in die ländliche Gemeinde Signau im Emmental BE. Dort wuchs sein Interesse für die Landwirtschaft. Und er trat die Stelle des Geschäftsleiters der Schweizerischen Reformierten Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft an, die verbunden ist mit dem Präsidium des Bäuerlichen Sorgentelefons. Dieses Amt gibt er auf Ende Jahr ab.    Als Geschäftsführer und Pfarrer setzt er sich unermüdlich für Bauern in schwierigen Lebenssituationen ein.

Thomas Kurth: Der Landwirt und Agronom hat 1995 die Marke UrDinkel kreiert. Seither setzt er sich als Geschäftsführer der Schweizerischen Interessengemeinschaft (IG) Dinkel für die erfolgreiche Vermarktung dieser Nischenkultur ein.  Die Projekte der IG Dinkel sind seit Jahren selbsttragend. UrDinkel ist beim Konsumenten beliebt und bietet den Produzenten und Verarbeitern in den Randgebieten des Getreideanbaus eine wertbringende Alternative.

Ruth und Christian Zurflüh: Vor fast 40 Jahren haben  der Meisterlandwirt und die diplomierte Bäuerin den Hof von Ruth Zurflühs Vater übernommen. Sie führen einen Milchwirtschafts- und Ackerbaubetrieb in Riedtwil BE. Dieses Jahr bildeten sie ihren 46. Lehrling aus. Es war der letzte. Auf Ende Jahr hört das Ehepaar auf zu bauern. Ihr Betrieb wird in der Familie weitergegeben. Er wird aber nicht auf die gleiche Weise weitergeführt.

Guido Schildknecht: Er hat sich zur Zeit der grossen Feuerbrand-«Epidemien» (2000 bis 2007) für den Erhalt der Hochstamm-Kulturen und gegen das flächendeckende Roden betroffener Bäume gewehrt. Mit einer Gruppe von gleichgesinnten Bauern wehrte er sich bis vor Bundesverwaltungsgericht gegen entsprechende amtliche Anordnungen und gewann. Heute zeigt sich, dass sich damals schwer betroffene Hochstamm-Obstbäume von der Infektion erholt haben und seit Jahren wieder ohne Befall Frucht tragen.

Bisherige Gewinner

2006: Hans Luder, Präsident von IP-Suisse
2007: Ruth Streit (Schweiz. Landfrauenverband) und Ingeborg Schmid (Schweiz. Verband katholischer Bäuerinnen)
2008: Hermann Bader, Inhaber Traitafina AG
2009: Hansjörg Walter, Nationalrat und Präsident des Schweizer Bauernverbandes
2010: Peter Küchler, Direktor LBBZ Plantahof, Landquart
2011: John Dupraz, Nationalrat, Präsident Schweizer Getreideproduzenten
2012: Richard Wyss, Präsident des Vereins Deutschschweizer und Rätoromanischer Bienenfreunde
2013: Willy Gehriger, CEO Fenaco
2014: Beat und Martin Jucker, Gründer und Leiter Jucker Farm AG
2015: Sepp Knüsel, Inhaber Sepp Knüsel Landmaschinen
2016: Ernst und Markus Möhl, Inhaber Mosterei Möhl AG, Arbon TG
2017: Simon van der Veer, ehemaliger Präsident der Westschweizer Vereinigung der Zuckerrübenpflanzer und ehemaliger Vizepräsident des Schweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer. Er ist Landwirt und Ing. Agr. FH und produziert innovativ Spezial- und Nischenkulturen
2018: Christine Bühler, Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE