11.11.2016 20:21
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Deutschland
Vogelgrippe in Geflügelbetrieb
In Deutschland ist erstmals ein Geflügelbetrieb vom Vogelgrippe-Erreger befallen worden. Die rund 100 Tiere im norddeutschen Schleswig-Holstein wurden getötet.

Der Verdacht auf H5N8 in einem Putenhof in Lübeck-Ivendorf habe sich bestätigt, teilte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck am Freitag in Kiel mit. Die etwa 100 Tiere des Privathalters wurden getötet und ein Sperrbezirk von drei Kilometern um den Hof eingerichtet.

Ein Geflügelhof im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern könnte ebenfalls von der hochansteckenden Geflügelpest betroffen sein. Das Ergebnis entsprechender Analysen stand noch aus.

Ausweitung Stallpflicht-Zone

Die deutschen Behörden reagierten mit einer massiven Ausweitung der Stallpflicht-Zonen vor allem in der Nähe von Seen und Flüssen. Damit soll eine Ansteckung über Kot oder verunreinigtes Wasser verhindert werden.

Auch bisher nicht von H5N8 betroffene Bundesländer wie Sachsen und Brandenburg ordneten an, dass Geflügel in bestimmten Regionen nur noch im Stall oder in anderen abgedeckten Gehegen gehalten werden darf.

Intensive Suche

In vielen Bundesländern sind inzwischen vor allem an Seen und Flüssen verstärkt Helfer unterwegs, um gezielt tote, möglicherweise infizierte Wildvögel zu suchen und um Kotproben zu sammeln. Eine Sprecherin des Agrarministeriums in Baden-Württemberg sprach von einem «intensiven Monitoring».

Zuletzt waren im Winter 2014 Fälle der Vogelgrippe H5N8 in Deutschland aufgetreten. Damals waren vor allem Mastbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, aber auch in den Niederlanden betroffen.

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