30.12.2017 07:23
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Jahresrückblick 2017 (4/8)
Vertrauen in Poulet gross
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2017. In der achtteiligen Serie erfahren Sie das Wichtigste zum Landwirtschaftsjahr 2017. Im vierten Teil geht es um den Schweinemarkt, Lammfleisch, Eier und Poulets.

Der QM-Schweinepreis kletterte im heissen Sommer während sechs Wochen auf den Jahreshöchstpreis von 4.20 Franken je Kilo SG, das sind 10 Rappen weniger als im Sommer 2016. Trotz guter Nachfrage war kein Preisaufschlag möglich.

2017 wurde rund ein halbes Prozent mehr Schweinefleisch produziert als 2016. Wegen der guten Versorgung wurden keine Importe innerhalb des WTO-Kontingentes bewilligt.

Die QM-Schweine galten 2017 im Schnitt ab Hof 3.75 Franken je Kilo. Zum Vergleich: 2014 war ein normal bis gutes Schweinejahr, damals lag der Schweinepreis bei 4.15 Franken im Jahresschnitt.

Gute Nachfrage nach Lammfleisch

Lammfleisch verkaufte sich gut, obwohl das Angebot aus den Wanderherden und Konkurrenz durch Importfleisch reichlich war. Der Jahrestiefstwert lag bei 11.20 Franken Kilo SG für Schlachtlämmer, das sind 20 Rappen mehr als im Frühjahr 2016.

Über den Sommer stiegen die Preise auf ein Höchstniveau von 13.00 Franken je Kilo für mittelfleischige Lämmer. Um die Nachfrage zu decken wurde 2017 rund 6'600 Tonnen Lammfleisch importiert, ungefähr gleich viel wie 2016. Die Alp- und Berglammprojekte kurbelten den Lammfleischkonsum an. Die Inlandproduktion sank um rund ein Prozent.

Eier und Poulets bleiben gefragt

Schweizer Eier und Schweizer Poulets blieben in der Gunst der Konsumenten. Die Inlandanteile am Gesamtkonsum überschritten erstmals die 60 %-Grenze bei den Eiern und erreichten sie beinahe bei den Poulets.

In einem Marktumfeld, das sehr aggressiv ist, ist das Vertrauen in die Schweizer Produkte und Produktion die beste Grundlage für die konstante Weiterentwicklung.

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