17.07.2013 10:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bienen
Bienen können Waben ohne mathematisches Verständnis bauen
Die perfekte sechseckige Struktur von Bienenwaben, die Naturforscher seit Jahrhunderten fasziniert, kommt ohne mathematisches Verständnis der Bienen zustande: Das Bienenwachs wird bei 45 Grad mehr oder weniger automatisch von einer runden Wabenform in eine hexagonale umgeformt.

Dies zeigt ein Forscherteam um Bhushan Karihaloo von der  Universität Cardiff in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.  Die Bienen sind dafür verantwortlich, die passende Temperatur zu  erzeugen, dann jedoch ergibt sich die sechseckige Struktur in einem  fliessenden Prozess.

Karihaloo und seine Kollegen wollen die Leistung der Bienen  keinesfalls schmälern. «Wir können über die Rolle der Bienen nur  verblüfft sein - wie sie die Wabe aufheizen, durchkneten und genau  dort verdünnen, wo es erforderlich ist», schreiben sie im «Journal  of the Royal Society Interface».

Perfekte Form 

Schon in der Antike rief der Aufbau der Bienenwaben Erstaunen  hervor. Die Bienen wüssten, dass das Sechseck besser für die  Honigaufbewahrung geeignet sei als etwa das Quadrat oder das  Dreieck, bemerkte der griechische Gelehrte Pappus von Alexandria.  Der Begründer der modernen Evolutionstheorie Charles Darwin  bescheinigte den Bienen, in der Wabe eine «absolut perfekte» Form  gefunden zu haben, um Arbeit und Wachs zu sparen.

Lange Zeit war allerdings nicht bekannt, dass die Waben nicht  gleich in sechseckiger Form gebaut werden, sondern zunächst eine  runde Grundform haben, die dann unter spezifischen Wärmebedingungen  von den Bienen in eine sechseckige Form verwandelt wird.

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