12.02.2017 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bulgarien
BG: Sehr hohe Bienensterblichkeit
Die Bienenzüchter in Bulgarien rechnen für das laufende Jahr mit einer schlechten bis sehr schlechten Honigernte, weil in den vergangenen Monaten außergewöhnlich viele Bienen verendet sind.

So meldete die Imkervereinigung der südwestlichen Region Plowdiw Bestandeinbussen von teils mehr als 50%. Die Imker im Nordwesten des Landes bezifferten die Sterblichkeitsrate auf 30% bis 50%, und von den Bienenzüchtern im bulgarischen Rhodopengebirge wurden sogar Rückgänge um bis zu 90% gemeldet.

Als Ursachen sehen die Imker unter anderem die zurückliegenden langen Frostperioden, die dürrebedingt wesentlich kleinere Honigtracht im vergangenen Sommer sowie teils massive Wespenangriffe auf die Bienenstöcke. Wegen der voraussichtlich rückläufigen Produktion erwarten die Imker steigende Preise für die heimische Ware.

Allerdings rechnet die Branche mit weiter zunehmenden Honigimporten aus der Ukraine, die schon in den vergangenen Jahren für eine Verschärfung des Wettbewerbs gesorgt hatten. Honig aus der Ukraine wird billiger als die bulgarische Ware angeboten. Laut Darstellung von Branchenvertretern ist er jedoch von schlechterer Qualität und wird häufig sogar irreführend mit dem Herkunftshinweis „Made in Bulgaria“ in den Handel gebracht.

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