7.01.2018 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Bayern zahlt viel für Erhalt gefährdeter Nutztierrassen
Der Schutz und der Erhalt gefährdeter heimischer Nutztierrassen hat in Bayern weiterhin einen hohen Stellenwert.

Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, wurden im Jahr 2017 dafür Fördergelder in Höhe von insgesamt rund 720'000 Euro (rund 845'000 CHF) an etwa 700 Zuchtbetriebe ausbezahlt.

„Mit der Förderung honorieren wir den hohen Aufwand und das grosse Engagement, mit dem sich unsere bayerischen Züchter dem Erhalt dieser alten heimischen, aber vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen widmen“, erklärte der Minister. Mit ihrer Arbeit leisteten die Züchter einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Rassenvielfalt, zum Schutz der genetischen Ressourcen und damit auch zur Biodiversität. Dieser Weg sei erfolgreich, denn seit 2014 habe der Bestand bei allen gefährdeten Rassen zugenommen.

Besonders positiv hat sich laut Brunner das Rote Höhenvieh entwickelt; hier sei die Zahl der Zuchtkühe in den letzten vier Jahren um mehr als 50 % von 222 auf 339 Tiere gestiegen. Insgesamt habe sich im Freistaat der Bestand aller gefährdeten Rinderrassen seit 2009 mehr als verdoppelt.

17 Rassen gefördert

Der Ressortchef wies darauf hin, dass Bayern die Bedrohung alter heimischer Nutztierrassen durch die wirtschaftliche Spezialisierung frühzeitig erkannt und schon 1975 als erstes Bundesland mit Erhaltungs- und Fördermassnahmen begonnen habe. Mittlerweile würden 17 alte Rassen gefördert.

Bei Rindern gebe es bis zu 300 Euro (350 CHF) pro Tier und Jahr, bei Pferden bis zu 250 Euro (290 CHF) und bei Schafen bis zu 30 Euro (35 CHF). Den Erhalt von Rinderrassen wie Gelbvieh, Murnau-Werdenfelser Rind, Original Braunvieh, Pinzgauer, Rotes Höhenvieh und Ansbach-Triesdorfer habe der Freistaat 2017 mit insgesamt rund 486'000 Euro (570'000 CHF) gefördert, berichtete Brunner.

Für seltene Schafrassen wie Coburger Fuchsschaf, Rhön-, Brillen-, Stein-, Berg- und Waldschaf seien fast 227'000 Euro (266'000 CHF) an Fördergeldern ausbezahlt worden, während die Züchter von Pferderassen wie dem Rottaler und Leutstettener Pferd insgesamt rund 10'000 Euro (11'5000 CHF) erhalten hätten.  


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