7.10.2014 06:31
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Bauernpferderennen
Bauernpferderennen Schwarzenburg vermochten trotz Unfall zu begeistern
An dem diesjährigen Bauernpferderennen in Schwarzenburg konnten bei gutem Wetter und Stimmung 27 Rennen durchgeführt werden. Überschattet wurde der volksfestliche Anlass durch ein unfallreiches Rennen. Eine Reiterin musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

Rund 7000 Besucher fanden sich zur 44. Ausgabe der Bauernpferderennen in Schwarzenburg BE ein. Denn Zuschauern wurde in insgesamt 27 Pferderennen viel Aktion und Spannung geboten.  Im halsbrecherischen Tempo rasten die Pferde in den Flachrennen um die Bahn und bei den spektakulären Römer- und Brückenwagenrennen schien der Boden zu beben. In den Ponykategorien zeigten die Kleinsten mit ihren Vierbeinern was sie alles draufhaben. Die kostümierten Rennen und die Fohlenrennen sorgten mit ihrem Unterhaltungswert für eine gute Stimmung.

Volksfestcharakter sorgte für gute Stimmung

Am Mittag machten nicht Pferde, Reiter und Fahrer die Rennbahn unsicher, sondern gut 150 Kühe aus den Viehzuchtgenossenschaften Wahlern-Oberteil und Schwarzenburg.  Der traditionelle Alpabzug mit den festlich geschmückten Tieren beeindruckte. Während dem die Vormittagsrennen und der Alpabzug erfolgreich über die Bühne ging und für gute Stimmung mit Volksfestcharakter sorgte, stand  Rennen Nummer 20 unter einem schwarzen Stern.

Mit Rega ins Spital

In der  Kurve stürzte ein Pferd und begrub seine Reiterin unter sich. Nach Angaben der Reiterin, habe das Pferd einen Misstritt gemacht und daraufhin des Gleichgewicht verloren. Die junge Reiterin musste mit Rückenverletzungen von der Ambulanz in die Rega verlegt und ins Spital transportiert werden. „Zum ersten Mal in der Geschichte der Bauernpferderennen musste ein Rega-Hubschrauber auf der Rennbahn landen“, erzählt der OK-Präsident Armin Glaus. Beim anschliessenden  Neustart des Rennen Nr. 20 drehte sich der Sattel eines Pferdes und rutschte unter den Bauch des Tieres, dabei viel die Reiterin herunter. Das Tier geriet in Panik, durchbrach die Abtrennung der Innenbahn und stiess mit Zuschauern zusammen.  Neben der Reiterin wurden auch zwei Zuschauer verletzt.

Wetterglück trotz 22ml Niederschlag

Der Samariterverei Schwarzenburg war gefordert und überzeugte durch seinen raschen und professionellen Einsatz. „Wir hatten Glück im Unglück, den verletzten Personen geht es den Umständen entsprechend gut“, sagt Glaus. Wie in jedem Sport bleibe auch beim Rennsport ein gewisses Restrisiko, ein Risiko dem sich jeder Teilnehmer bewusst sei. Trotz der Zwischenfälle im Rennen Nr. ziehe er wettertechnisch eine positive Bilanz. Die Region Schwarzenburg und mit ihr auch der Rennplatz in Häusern, auf dem die Rennen jedes Jahr durchgeführt werden, wurde in der Nacht von Samstag auf den Rennsonntag  unerwartet  von einer Gewitterzelle heimgesucht.  „Wir hatten 22ml Niederschlag“, so Glaus. Durch das regelmässiges Walzen der Rennbahn zwischen den Rennen, konnte den Startenden gute Bodenverhältnisse geboten werden. Das gute Wetter hielt sich und nur die letzten drei Rennen mussten unter Donnergrollen und den ersten Regentropfen durchgeführt werden.

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