5.11.2013 16:56
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp
Bienen
Tiergesundheit nicht gefährdet - BASF klagt gegen EU-Pestizidverbot
Der Chemieriese BASF geht juristisch gegen eine von der EU-Kommission aus Gründen des Bienenschutzes verhängte Einsatzbeschränkungen für sein Insektizid Fipronil vor. Diese Beschränkung trage nicht zum Schutz der Bienen bei, erklärte der Konzern am Dienstag in Ludwigshafen.

Die EU-Kommission habe bei ihrer Entscheidung nicht alle wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt und wende das Vorsorgeprinzip «unangemessen» an. Daher sei eine Klage beim Gericht der EU eingereicht worden. Es ist dem EU-Gerichtshof angegliedert und soll diesen bei Routineprozessen in erster Instanz entlasten. Der seit geraumer Zeit zu beobachtende Rückgang der Bienenvölker werde durch «zahlreiche und komplexe Faktoren» verursacht, erklärte BASF weiter. Die Einschränkungen für das für die moderne Landwirtschaft wichtige Mittel Fipronil brächten keine Verbesserung.

Der EU-Kommission zufolge dagegen geht von dem Insektizid eine akute Gefahr für Honigbienen aus. Sie beruft sich dabei auf eine wissenschaftlichen Risikobewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Fipronil soll daher ab Jahresende zur Behandlung von Mais und Sonnenblumensaatgut verboten werden.

Zuvor hatte die EU-Kommission bereits Beschränkungen für drei Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der sogenannten Neonicotinoide angekündigt, die vom Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta sowie vom deutschen Chemie- und Pharmariesen Bayer hergestellt werden. Auch diese Firmen reichten bereits Klagen dagegen ein. 

Die Ursache für das Bienensterben sind ihnen zufolge natürlich. So verweisen sie unter anderem auf die Verbreitung von Bienenschädlingen wie Milben und Viren.

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