20.09.2015 19:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Gentechnik soll Vogelgrippe stoppen
Mit Hilfe der Gentechnik haben Wissenschaftler in Grossbritannien Hühner gezüchtet, die zwar noch an der Vogelgrippe erkranken aber das Virus nicht mehr weitergeben können.

Britischen Presseberichten zufolge gelang es den Forschern der Universitäten in Cambridge und Edinburgh ein „Lockgen“ in das Erbgut der Tiere einzuschleusen, welches das echte Vogelgrippevirus bindet und dessen Reproduktion verhindert. Zur Unterscheidung von ihren nicht manipulierten Artgenossen wird den „Genhühnern“ zusätzlich ein fluoreszierendes Protein verabreicht, dass deren Schnabel und Krallen unter UV-Licht leuchten lässt.

In einem Test, bei dem mit Vogelgrippe infizierte Tiere mit normalen und gentechnisch veränderten Hühnern zusammengebracht wurden, zeigte sich, dass die manipulierten Tiere weniger empfindlich auf die Krankheit reagierten und eine kleinere Mortalitätsrate aufwiesen. Gefördert wurde das Projekt von der britischen Regierung und den Geflügelunternehmen EW Group aus Deutschland sowie Cobb-Vantress aus den USA.

Die zu Tyson Foods gehörende Cobb-Vantress hat sich aber der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mittlerweile aus dem Projekt zurückgezogen, da eine kommerzielle Nutzung der gentechnisch modifizierten Tiere wegen der langwierigen Zulassungsprüfungen nicht absehbar ist.

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