5.04.2014 13:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
US-Schweine sterben an Durchfall
Der Schweinebestand in den Vereinigten Staaten ist zuletzt deutlich gesunken; Experten führen dies auf die oft tödlich endende Infektion mit dem Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) zurück.

Nach jüngsten Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden am 1. März 2014 insgesamt 62,90 Millionen Schweine gehalten; das waren rund 2,17 Millionen oder 3,3 % weniger Tiere als ein Jahr zuvor. Dabei waren gegenüber März 2013 in allen Alters- und Gewichtsklassen - mit Ausnahmen der Zuchtsauen - Rückgänge zu verzeichnen. Diese fielen bei Ferkeln mit einem Minus von 750 000 Tieren oder 4,0 % besonders deutlich aus.

Die Zahl der Jungtiere wurde um gut 3 % reduziert, diejenige der Schlachtschweine ab 81 kg sogar um 4,8 %. Lediglich der Sauenbestand nahm binnen Jahresfrist um 0,3 % auf 5,85 Millionen Tiere zu. Allerdings berichteten die Experten des USDA von einem dramatischen Einbruch der Produktivität bei den Muttertieren: Von Dezember 2013 bis Februar 2014 brachte jeder Wurf im Schnitt 9,53 lebende Ferkel; im Vorjahr hatte diese Kennziffer mit 10,08 Ferkeln noch deutlich höher gelegen. Die Rabobank war Ende März in einer Analyse des US-Schweinemarktes aufgrund der Probleme mit der PEDV davon ausgegangen, dass die US-Produktion im laufenden Jahr um etwa 12,5 Millionen Schweine oder 11 % geringer ausfallen könnte als 2013; das Minus bei der Schweinefleischerzeugung wurde aufgrund der erwartet höheren Schlachtgewichte auf 6 % bis 7 % geschätzt.

Da auch Mexiko und Kanada von der Durchfallerkrankung betroffen sind, wurde für Nordamerika insgesamt ein Produktionsrückgang um 18,5 Millionen Tiere oder 12,5 % nicht ausgeschlossen. Das US-Landwirtschaftsministerium hatte Mitte März - noch vor Veröffentlichung der aktuellen Viehzählungsergebnisse - seine Prognose zur US-Schweinefleischerzeugung 2014 gesenkt, war aber immer noch von einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % auf 10,6 Mio t ausgegangen. Wahrscheinlich wird diese Zahl nun aufgrund des deutlichen Bestandsrückgangs erneut nach unten korrigiert werden müssen.

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