26.11.2017 06:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Tierseuche
Schweinepest weiter auf Vormarsch
Mit den ersten Nachweisen der Afrikanischen Schweinpest (ASP) bei Wildschweinen in der polnischen Region Legionowski bei Warschau ist die Tierseuche wieder ein Stück näher an Deutschland herangerückt.

Wie eine Einschleppung verhindert werden kann und was bei einem möglichen Ernstfall zu tun ist, wurde in Berlin bei einer Veranstaltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Berlin diskutiert.

Wie die Veranstalter mitteilten, warnte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt davor, dass „eine Einschleppung der ASP nach Deutschland schwere wirtschaftliche Folgen für alle Schweinehalter mit sich brächte“.

Seuchenübung durchgeführt


Sein Ressort habe deshalb bereits eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um dies zu verhindern. Unter anderem habe in dieser Woche zusammen mit den Bundesländern eine Seuchenübung stattgefunden, um auf den Krisenfall vorbereitet zu sein.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, Hans-Günter Henneke, wies darauf hin, dass die Kreise von einem ASP-Ausbruch als zuständige Stellen für die Seuchenbekämpfung in vielfältiger Weise betroffen wären. „Von daher wollen wir einen Beitrag dazu leisten, auf den Seuchenfall vorbereitet zu sein“, so Hennecke.

Ausbruch wäre Katastophe


Die Landkreise verfügten diesbezüglich über jahrelange Erfahrung, wie zuletzt bei der Geflügelpest unter Beweis gestellt worden sei. Sie könnten im Zusammenwirken mit Landwirten und Jägern eine schnelle und effektive Reaktion auf ein mögliches Auftreten in Deutschland gewährleisten.

Der Vorsitzende des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch, Johannes Röring, machte klar: „Für uns Schweinehalter und für die gesamte Wertschöpfungskette wäre ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest eine Katastrophe.“

Auf Ernstfall vorbereiten


Deswegen müsse alles unternommen werden, damit die Seuche nicht nach Deutschland gelange. Allerdings müsse man sich gleichzeitig auch so gut wie möglich auf den Ernstfall vorbereiten.

Dafür sei insbesondere ein schnelles und reibungsloses Krisenmanagement nötig, das nur im Zusammenspiel mit den Behörden, den Jägern und der Landwirtschaft gelinge. 


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