12.01.2018 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Schweinepest
Angst vor Schweinepest nimmt zu
Die Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest steigt. Aufgrund neuer Fälle in Osteuropa sei die Gefahr einer Einschleppung nach Deutschland hoch, schreiben verschiedene Zeitungen.

Der Deutsche Bauernverband fordere bereits ein entschlosseneres Vorgehen im Kampf gegen die Seuche, heisst es gemäss Deutschlandfunk. Der Bestand an Wildschweinen müsse um 70 Prozent reduziert werden, erkläre der Vizepräsident des Verbandes, Werner Schwarz.

Jagd mit Fallen erlauben

Dies sei in ländlichen Regionen eine durchaus realistische Zahl. In Grossstädten wie Berlin, wo zwischen drei- und achttausend Wildschweine lebten, müsse man darüber nachdenken, die Jagd mit Fallen zu erlauben, so Schwarz.

Wildschweinjagd erleichtert

Der Bauernvizeverbandspräsident betone weiter, es brauche zudem mehr Sicherheit auf den Verkehrswegen, um zu verhindern, dass Fernfahrer, Pflegekräfte oder Saisonarbeiter Produkte mit Rohwurst aus Osteuropa mitbrächten, die das Virus enthalten könnten.

Als vorbeugende Massnahmen hätten mehrere Bundesländer die Jagd auf Wildschweine bereits erleichtert. In Hamburg ordneten die Behörden gar eine Aufhebung der Schonzeit an, so t-online. In Hessen werde hingegen auf eine Aussetzung der Schonzeit zunächst verzichtet, da der Grossteil der Wildschweine bereits ganzjährig bejagt werden dürfe.

Unterstützung der Landwirte

In Bayern fordert der Jagdverband im Kampf gegen die Schweinepest die Unterstützung der Landwirte. Für eine Dezimierung des Schwarzwildbestandes sollen etwa „Bejagungsschneisen“ in grossen Mais- oder Rapsfeldern angelegt werden, heisst es bei der Augsburger Allgemeine.

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