14.12.2014 06:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchvieh
Deutsche Kühe geben mehr Milch
Die Produktivität der Milchvieherden im Bundesgebiet ist laut Ergebnissen der diesjährigen Milchleistungsprüfung (MLP) spürbar gestiegen.

Wie der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) am Dienstag vergangener Woche mitteilte, gab eine Kuh im Ende September abgeschlossenen Prüfungsjahr 2013/14 durchschnittlich 8 381 kg Milch; das waren 160 kg oder 1,9 % mehr als in der Vorjahresperiode. Die dabei produzierte Fett- und Eiweißmenge nahm dabei allerdings nur um 8 kg auf 628 kg zu. Für die erzielten Leistungssteigerungen seien in erster Linie das verbesserte Management, eine gute Futterversorgung und Fortschritte in der Züchtung verantwortlich, erläuterte der DLQ.

88 % der Kühe in Milchkontrolle

Nach seinen Angaben stieg die Zahl der dem Prüfsystem angeschlossenen Milchkühe gegenüber 2012/13 um fast 87'000 Tiere auf insgesamt 3,70 Millionen Stück, womit sich für rund 88 % des Gesamtbestandes Aussagen zur Leistungsfähigkeit, aber auch zur Stoffwechselsituation und zur Eutergesundheit machen ließen. Damit sei die Milchleistungsprüfung eine wichtige Informationsquelle für die Tiergesundheit und das Wohlbefindenden der Tiere.

Wie der DLQ weiter berichtete, hat sich der intensive Strukturwandel vor dem Ende des Quotensystems fortgesetzt. Zum Stichtag 30. September 2014 waren 51 585 Unternehmen im Prüfverband gemeldet; das waren 1 569 Höfe oder 3,0 % weniger als Ende September 2013. Insofern erhöhte sich die durchschnittliche Kuhzahl je Halter um 4,6 Stück auf 72,4 Tiere.

Thüringen mit 9367 kg Milch pro Kuh an der Spitze

Am produktivsten waren im Betrachtungszeitraum die Kühe in den ostdeutschen Bundesländern mit einer Jahresmilchleistung von jeweils mehr als 9 200 kg, wobei Thüringen mit 9367 kg das Ranking anführte. In Baden-Württemberg und Bayern ließen sich dagegen je Tier nur gut 7500 kg Milch ermelken. Den höchsten Leistungszuwachs verzeichnete 2013/14 mit einem Plus von 324 kg oder 4,3 % auf durchschnittlich 7 936 kg je Kuh Rheinland-Pfalz. Die zwischen den Bundesländern festzustellenden Unterschiede in den Leistungsdaten sind laut DLQ in erster Linie ein Ergebnis der jeweiligen Produktionsvoraussetzungen und Milchviehrassen. So gebe es in Süddeutschland oft Zweinutzungsrassen, während in den Bundesländern mit den höchsten Milchleistungen überwiegend milchbetonte Rassen gehalten würden.

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