24.02.2015 09:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Milchviehhalter mit Anbindehaltung droht Anzeige
Als Nötigung und Zeichen für fehlende Rechtskenntnisse hat der Bayerische Bauernverband (BBV) Briefe der Tierschutzorganisation Animals‘ Angels gewertet, mit denen Allgäuer Milchviehhalter mit Anbindehaltung zu einer Veränderung ihrer Tierhaltung aufgefordert und im Fall der Beibehaltung der bisherigen Aufstallung Strafanzeigen angedroht wurden.

Zunächst sei richtigzustellen, „dass im Bereich der konventionellen Landwirtschaft die Anbindehaltung von Rindern - nicht von Kälbern - grundsätzlich zulässig ist“, schreibt BBV-Generalsekretär Hans Müller in einem Brief an die Organisation. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Landwirte infolge der mangelnden Rechtskenntnisse von Animals‘ Angels kriminalisiert und so angegangen würden.

Ausserdem sei davon auszugehen, dass Mitglieder der Organisation ohne Zustimmung der Betriebsleiter deren Hofgelände beziehungsweise -gebäude unbefugt betreten und darüber hinaus durch das Drohen mit der Strafanzeige den Tatbestand der versuchten Nötigung erfüllt hätten. „Wir fordern Sie daher auf, es künftig zu unterlassen, derartige Schreiben an unsere Mitgliedsbetriebe zu richten oder ohne Zustimmung der Betriebsinhaber deren Betriebs- und Stallgebäude zu betreten“, so Müller.

Gleichzeitig bot er Animals‘Angels an, bei Fragen über die tiergerechte Haltung von Rindern „Rede und Antwort zu stehen“.

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