30.11.2017 06:04
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Deutschland
Poulet häufig mit Campylobacter belastet
Campylobacter haben Salmonellen als häufigsten bakteriellen Erreger für Durchfallerkrankungen in Deutschland abgelöst. Kontaminiertes Geflügelfleisch gilt als eine der Hauptquellen für eine Infektion mit Campylobacter.

In mehr als drei Viertel aller im letzten Jahr durchgeführten Proben konnte Campylobacter nachgewiesen werden, teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Deutschland mit. Bei etwa einem Viertel der Proben lagen die Campylobacter-Keimzahlen über dem ab nächstem Jahr in der EU geltenden Prozesshygienekriterium. Geflügelfleisch sei zu häufig mit Campylobacter belastet, heisst es in einer Mitteilung. Die Campylobacteriose ist die häufigste bakterielle Durchfallerkrankung in Deutschland und der EU. Kontaminiertes Geflügelfleisch gilt als eine der Hauptquellen für die Infektion.

Bei den Salmonellen ist ein Rückgang zu verzeichnen. Waren im Jahr 2011 noch 17,8 % der getesteten Proben von Masthähnchen Salmonella-positiv, betrug deren Anteil fünf Jahre später nur noch 6,7 %. Auch bei frischem Hähnchenfleisch ist die Kontaminationsrate mit Salmonellen von 7,6 % im Zoonosen-Monitoring 2009 auf 4,7 % im Jahr 2016 gesunken. Dieser Rückgang wirkte sich auch positiv auf die Salmonellose-Erkrankungen beim Menschen aus, die im selben Zeitraum ebenfalls rückläufig waren.

Campylobacter und Salmonellen lösen beim Menschen Durchfallerkrankungen aus. Bei geschwächten Personen können sie zu schweren Komplikationen führen. Beide Erreger sind nicht hitzeresistent. Konsumenten sollten Geflügelfleisch deshalb nur gut durchgegart verzehren, schreibt das BVL in einer Mitteilung.

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