26.11.2017 08:27
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Bigler
Poulet
Knall bei Kneuss Güggeli AG
Thomas Kneuss, Mitinhaber der Ernst Kneuss Geflügel AG und bisheriger Leiter Betrieb, arbeitet nicht mehr in der Firma. Branchenkenner berichten, dass Kneuss von seinem Bruder und CEO der Firma Kneuss Güggeli, freigestellt worden sei. Grund dafür seien unter anderem Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Schlachtkapazitäten.

Die hohen Mengen Geflügel würden die Kapazitäten des Schlachthofs übersteigen, sagt ein Kneuss-Mäster. «Das führt dazu, dass vielmals die Lastwagen mittags (7 Std. nach Schlachtbeginn) die Poulets eine bis zwei Stunden später  auf den Betrieben abholen als geplant. Der Bauer wartet dann mit der ganzen Verladeequipe.»

Auf Anfrage bestätigt die Ernst Kneuss Geflügel AG, dass Thomas Kneuss nicht mehr im Betrieb arbeite. Er habe sich «entschieden, seinen beruflichen Weg ausserhalb der Ernst Kneuss Geflügel AG weiterzuführen.» Nach einer Phase der Neuorientierung werde er eine neue Herausforderung annehmen. Verwaltungsratspräsident und Vater, Ernst Kneuss, sowie Vize-Verwaltungsratspräsident, CEO und Bruder, Daniel Kneuss, danken Thomas Kneuss für sein «langjähriges und engagiertes Wirken in unserem Familienunternehmen ganz herzlich», wie sie in einer Medienmitteilung schreiben.

Zum Gerücht in der Branche, dass der Kneuss-Schlachthof zweitweise überlastet sei, sagt Daniel Kneuss: «Unser Schlachthof ist im Einschicht-Betrieb zu ca. 85% ausgelastet. An gewissen Tagen schlachten wir im Zweischichtbetrieb, um die Marktbedürfnisse zu gewährleisten.» Es könne sein, dass kleinere Verzögerungen im Tagesablauf entstünden. Diese sogenannten Stillstandzeiten seien jedoch marginal und würden täglich durch den KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) im Griff behalten. Die Kommunikation an die Produzenten erfolge bei solchen Stillstandzeiten via Kneuss-Lebendtierplanung und «Chicken Jet» Lebendtiertransporteur direkt.

 

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