19.12.2017 06:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Tessin
Hühnerfarm: Schutzzone aufgehoben
Der Tessiner Kantonstierarzt hat die Schutzzone und den Überwachungsbereich um einen Legehennenbetrieb aufgehoben, auf dem die Hühnerkrankheit Newcastle ausgebrochen war.

Der Betrieb sei nicht mehr infiziert, und alle Tiere seien virenfrei, teilte der Tessiner Kantonstierarzt am Montag mit. Der Entscheid wurde im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) getroffen. Bei den epidemiologischen Untersuchungen und Gesundheitschecks, die in den letzten Wochen innerhalb der Schutzzone durchgeführt wurden, seien keine neuen Verdachtsfälle von Krankheiten gemeldet worden.

Die Schutzzone und der Überwachungsbereich wurden Ende November eingerichtet, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Zudem sind fast 6000 Tiere getötet und Desinfektionsmassnahmen durchgeführt worden. Die Laboranalysen konnten den Grund für das Auftreten des Virus konnten bislang nicht klären, teilt der Kantonstierarzt mit.

Dem Hofeigentümer war Mitte November ein zwanzigprozentiger Rückgang der Legeleistung seiner Hennen aufgefallen. Zudem waren die Eidotter nicht gelb, sondern weiss, oder sie fehlten ganz. Der zugezogene Veterinär sandte Blutproben der Hühner ans veterinärbakteriologische Institut der Universität Zürich, das die Diagnose stellte.

Die Newcastle-Krankheit wurde in Europa erstmals 1927 in Newcastle upon Tyne entdeckt. Sie ist eine für Geflügel und andere Vogelarten, die dadurch zum Überträger werden können, hochansteckende Seuche. Die Virenkrankheit wird laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen. Sie kann sich auch indirekt über Personen, Geflügelprodukte oder Eierkartons ausbreiten.

Erkrankte Hühner müssen getötet und keimfrei vernichtet werden. Für Konsumentinnen und Konsumenten besteht keine Gefahr. Die Schweizer Geflügelpopulation war bis zum Auftreten des Tessiner Falls frei von der Newcastle-Krankheit. Der letzte Fall auf einem Legehennenbetrieb ist im Jahr 2011 aufgetreten.

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