1.10.2016 20:55
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
500'000 Poulets für Oktoberfest
Auf dem diesjährigen Oktoberfest in München sind nach vorläufigen Schätzungen mehr als 500'000 Hähnchen verzehrt worden. Wie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) am Freitag mitteilte, kamen diese hauptsächlich aus Deutschland, zum Teil auch aus Österreich.

Fast alle Wirte hätten - wie es auch die grosse Mehrheit der Besucher fordere - die Herkunft ihres Geflügels auf der Speisekarte gekennzeichnet. Nach den Worten von ZDG-Präsident Leo Graf von Drechsel gehen die grossen Oktoberfestwirte „wirklich mit gutem Beispiel voran“.

Der Zentralverband verwies hierzu auf eine aktuelle Bevölkerungsumfrage, wonach 83% der befragten Konsumenten angaben, dass eine klare Herkunftskennzeichnung für Geflügelfleisch nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Gastronomie wichtig sei. Dem ZDG zufolge gibt es eine solche Regelung bereits in der Schweiz, wo die Herkunft direkt in der Speisekarte ausgewiesen sei. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) lehne eine solche Kennzeichnung allerdings mit der Begründung ab, dass dadurch die Speisekarte nicht mehr lesbar sei, berichtete der ZDG.

Die grossen Oktoberfestwirte bewiesen jedoch das Gegenteil, hob der Verband hervor. In sieben von elf grossen Zelten werde die Herkunft des „Wiesn-Hendls“ explizit in der Speisekarte genannt. Graf Drechsel unterstrich, dass die deutsche Geflügelwirtschaft den Konsumentenwunsch nach mehr Klarheit unterstütze, zumal man stets gute Qualität bei gleichzeitig höchsten Erzeugungsstandards liefern wolle. Immerhin gäben 84 % der Bundesbürger an, dass ihnen die deutsche Herkunft bei Geflügelfleisch wichtig sei. Die Anstrengungen zahlten sich allerdings nur aus, wenn der Verbraucher eine echte Wahl habe, so der ZDG-Präsident.

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