29.10.2017 07:11
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Gänse müssen Federn lassen
Die Gänseschlachtungen in Deutschland konzentrieren sich auf das letzte Quartal und vor allem auf den November und den Dezember. Dies, weil der Gänsebraten traditionell am Martinstag und in der Weihnachtszeit auf der Speisekarte steht.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden verzeichnete für 2016 insgesamt 618 000 Gänseschlachtungen in Deutschland, was in der Summe 3072 t Fleisch entsprach. Davon entfielen allein 1154 t oder 37,6 % auf Schlachtungen im Dezember sowie 726 t oder 24 % auf den November.

Für das vierte Quartal wiesen die Statistiker ein Schlachtgewicht von insgesamt 2333 t aus; das waren 76 % des Aufkommens im Gesamtjahr. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beziffert den Gänsebestand für das vergangene Jahr mit Verweis auf Daten des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) auf rund 330 000 Tiere, die in insgesamt 4353 Betrieben gehalten wurden. Davon wirtschafteten 428 ökologisch.

Über ein Viertel aller Betriebe war in Bayern ansässig. Jedoch wurden rund 39 % der Tiere in Niedersachsen gehalten. Der Gänsebraten auf den Festtagstafeln in Deutschland kommt allerdings zum grössten Teil aus anderen Ländern. Die wichtigsten Lieferländer sind Polen und Ungarn. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE