10.01.2018 08:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Italien
Wetterextreme in Italien
Während starker Schnee und Lawinen in Norditalien für chaotische Zustände sorgen, herrschen in Mittel- und Süditalien fast sommerliche Temperaturen. In Palermo sind am Montag 24 Grad registriert worden, in Rom fast 20 Grad.

Das seien die höchsten Temperaturen zu dieser Jahreszeit in den vergangenen 40 Jahren, teilte das Meteorologiezentrum Epson Meteo mit. Auch bei den Tiefsttemperaturen in den beiden Städten wurden fast Rekorde erreicht. 18,8 Grad in Palermo und 17 Grad in Rom waren die höchsten Werte der vergangenen 20 Jahre.

Aufgrund starker Schneefälle und Lawinen sind hingegen mehrere Orte in den norditalienischen Regionen Piemont und Aostatal auf dem Strassenweg nicht erreichbar. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen. Im Wintersportort Sestriere verschüttete eine Lawine ein Wohngebäude, in dem sich mehrere Familien befanden. Niemand wurde verletzt. 29 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen, wie italienische Medien berichteten. Das Olympische Dorf wurde geräumt. Auch Cervinia, Cogne und Gressoney waren eingeschneit. Auf den Bergen im Piemont und Aostatal besteht akute Lawinengefahr.

Wegen Bäumen, die auf die Schienen gestürzt waren, ist der Verkehr auf der regionalen Bahnlinie Mailand-Cremona in der Lombardei unterbrochen. In der Dolomiten-Provinz Belluno kam es zu Überschwemmungen. Unter anderem musste ein Kindergarten geräumt werden. Kleinere Erdrutsche gingen auf Bergstrassen ab.

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