4.02.2014 07:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
Veränderte Fleischpräferenzen der US-Bürger
In den Vereinigten Staaten hat sich der Fleischkonsum der Verbraucher in den vergangenen zehn Jahren spürbar gewandelt. Jeder Amerikaner ass 2013 laut Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) mit 92,2 kg im Schnitt 7,3 kg weniger Fleisch als eine Dekade zuvor.

Im laufenden Jahr soll der Konsum um weitere 300 g auf 91,9 kg pro Kopf sinken. Nur weil die Bevölkerung in den USA wächst, konnte die Fleischindustrie ihre Absatzmenge am heimischen Markt von rund 36,5 Mio. Tonnen seit 2003 stabil halten.

Bei den Fleischpräferenzen der US-Bürger zeigen sich Parallelen zu den Konsumenten in anderen Industriestaaten: Es wird weniger Rindfleisch und stattdessen mehr Huhn eingekauft. Wurden vor gut zehn Jahren noch durchschnittlich 29,5 kg Rindfleisch pro Kopf vermarktet, werden es laut Prognose des USDA im laufenden Jahr mit 24,3 kg gut 5 kg (-18%) weniger sein. Der Marktanteil von Rindfleisch ist innerhalb eines Jahrzehnts von annähernd 30 auf gut 26 Prozent gefallen.

Kaum besser sieht die Entwicklung bei Schweinefleisch aus. Der Durchschnittsverbrauch der US-Konsumenten nahm hier von 2003 bis 2013 um 2,2 kg oder 9,4% auf 21,3 kg ab. Etwas zugelegt hat dagegen Geflügelfleisch: Im laufenden Jahr dürfte der Verbrauch mit 45,8 kg/Kopf im Schnitt leicht über dem Niveau von 2003 liegen.

Gestiegen in der Gunst der Konsumenten ist dabei eindeutig Hähnchenfleisch, das in diesem Jahr gegenüber 2003 voraussichtlich einen Verbrauchszuwachs um rund 1 kg auf 38,0 kg aufweisen wird. Der Absatz von Trutenfleisch hat sich dagegen in den USA in den vergangenen Jahren leicht rückläufig entwickelt und dürfte 2014 bei 7,3 kg pro Einwohner liegen. Nach Einschätzung des Washingtoner Agrarressorts wird im laufenden Jahr nahezu die Hälfe des gesamten Fleischverbrauchs im eigenen Land auf Geflügelfleisch entfallen; 2003 belief sich dieser Anteil auf 45,9%.

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