29.03.2014 11:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
USA wollen Methangasemissionen in den Griff bekommen
Die US-Regierung hat am Freitag einen Plan zur Verringerung der Methanemissionen vorgestellt. Methan hat in den Vereinigten Staaten einen Anteil von neun Prozent an den Treibhausgasemissionen und eine 20 Mal so grosse Auswirkung auf die Klimaerwärmung wie Kohlendioxid.

Die vom Weissen Haus vorgeschlagene Strategie besteht darin, über einen Zeitraum von mehreren Jahren neue Verordnungen zu erlassen - und zwar nach Rücksprache sowie in Zusammenarbeit mit den schlimmsten Methan-Umweltverschmutzern, unter anderem in der Landwirtschaft.

Wie das Weisse Haus weiter mitteilte, werden Milchindustrie und Ministerien im Juni Pläne zur freiwilligen Reduzierung der Methanemissionen um ein Viertel bis zum Jahr 2020 bekannt geben. Dies soll unter anderem mittels Systemen zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von Methan geschehen. Das klimaschädliche Methangas stammt zu einem grossen Teil von Blähungen bei Rindern.

Die Umweltschutzbehörde EPA will den Angaben zufolge im Frühling eine Studie über die aus Erdöl und Erdgas stammenden Methanemissionen vorlegen. Auf deren Grundlage sollen, falls notwendig, bis Ende 2016 zusätzliche Verordnungen erlassen werden.
Die USA stossen weltweit nach China die meisten Treibhausgase aus.

Präsident Barack Obama hat im Kampf gegen den Klimawandel eine Reihe von Massnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen angekündigt. Als Ziel gab er aus, die Kohlendioxidverschmutzung bis zum Jahr 2030 um drei Milliarden Tonnen zu verringern. Das entspricht gut der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstosses des US-Energiesektors.

Um eine Blockade von Klimawandelskeptikern im US-Kongress zu umgehen, will Obama seine Pläne mit Verordnungen durchsetzen.

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