6.08.2014 15:12
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
USA
USA: Jahrelange Dürren zwingen Farmer zum Umdenken
Texas und Kalifornien erleben das vierte Jahr extremer Trockenheit. Die auf Bewässerung angewiesene Landwirtschaft muss sich an die extremen Bedingungen anpassen.

In grossen Teilen Kaliforniens herrscht höchste Feuer-Warnstufe, derzeit brennen 17 Wälder. Besonders trocken ist es im Central Valley, dem grössten Obst- und Gemüsegebiet der USA. 80 Prozent aller weltweit produzierten Mandeln stammen aus dem "Golden State", der nur dank künstlicher Bewässerung so fruchtbar ist, wie Spiegel Online schreibt.

Grundwasserreserven sinken dramatisch

Doch seit diesem Jahr sind die Wasserzuweisungen für die kalifornischen Bauern auf das Minimum gesenkt worden. Da Kalifornien einer der wenigen Bundesstaaten ist, die den Grundwasserverbrauch noch nicht regulieren, pumpen die Landwirte in der Not das Grundwasser ab.

Wie eine US-Studie zeigte, sind die Grundwasserreserven in den letzten zehn Jahren drastisch zurückgegangen und auch die Pegelstände der Stauseen sind auf einen Tiefpunkt gesunken. Es gelte nun zu klären, ob die Wasserrechte weiterhin privat bleiben sollen, sagt Agrarwissenschaftler Brent Holtz gemäss Spiegel Online.

Bewässerung effizienter machen

Auch in Texas kämpfen Landwirte mit Trockenheit und sinkenden Grundwasserpegeln. Dank Bewässerungssystemen beispielsweise wird 25 Prozent der US-Baumwolle in Texas produziert, schreibt Farmer's Weekly. Doch die Produzenten müssen ihre Bewässerung effizienter machen und die Anbaumethoden an die Wasserknappheit anpassen. So wird vielfach auf das Pflügen der Böden verzichtet, um keine Feuchtigkeit zu verlieren.

Stattdessen werden pflanzliche Abfälle auf dem Feld liegen gelassen, um sie feucht zu halten und gegen Winderosion zu schützen. Ebenfalls wird wasserintensiver Weizen als Zwischenkultur angebaut, da die stehen gelassenen Stoppeln die Feuchtigkeit für die folgende Baumwoll-Kultur speichern. Ein Drittel der benötigten Wassermenge für die Baumwoll-Bewässerung kann so eingespart werden. Ausserdem werden effizientere Düsen eingesetzt und die Böden mit speziellen Scannern kartiert, um die Bodeneigenschaften gezielt zu nutzen.

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