12.04.2015 08:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Rinderzüchter fordern «Grünlandstrategie 2020»
Der Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR), Anton Wagner, hat sich für eine „zukunftstaugliche Grünlandstrategie 2020“ in der Alpenrepublik ausgesprochen.

Anlass für diesen Vorschlag ist das Auslaufen der EU-Milchquotenregelung, durch das Wagner eine weitere Verschiebung der Milcherzeugung in die Gunstlagen befürchtet. Deshalb sollte es nach seiner Ansicht „einen Stabilitätsanker für den Milchsektor“ geben, und zwar in Form von Vermarktungsstrategien und Investitionen.

Hier sollte bedacht werden, dass die mehr als 23 000 Rinderzüchter in Österreich die wichtigsten Pfleger und Nutzer des Grünlands seien und außerdem fast 50 000 Arbeitsplätze im Tourismus sicherten. In den benachteiligten Gebieten und Bergbauernregionen seien die Rinderzucht und die Milchproduktion unverzichtbar, stellte der ZAR-Obmann fest. Bisher hätten in Österreich rund 90 % der Milchquotenbetriebe in den benachteiligten Regionen gelegen, davon 70 % im Berggebiet.

Die weitere Erhaltung der Milchproduktion in den Berggebieten sei gerade im Hinblick auf die Liberalisierung der Märkte eine große agrarpolitische Herausforderung, weshalb entsprechende Rahmenbedingungen für die Milchproduzenten geschaffen werden müssten. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels seien auch entsprechende Forschungsinitiativen notwendig, betonte Wagner. Studien des Instituts für Meteorologie an der Wiener Universität für Bodenkultur (BOKU) untermauerten, dass die Grünlandflächen in Folge der Erderwärmung weiter zurückgehen könnten.

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