11.05.2014 07:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Milchquote im Wirtschaftsjahr 2013/14 erneut überliefert
Auch in dem Ende März abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2013/14 haben Österreichs Landwirte die nationale Milchquote deutlich überschritten; deshalb müssen sie erneut eine Zusatzabgabe an Brüssel abführen.

Nach ersten Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) wurde die Quotenlinie wahrscheinlich um rund 100 000 t oder 3,4% überschritten. Daraus resultiert eine Zusatzabgabe in Höhe von 27,8 Mio Euro. Bereits im Lieferjahr 2012/13 war die österreichische Milchquote um 103 450 t überliefert worden.

Laut Angaben der AMA stand Österreich im Quotenjahr 2013/14 eine Referenzmenge für das A-Kontingent in Höhe von 2'908'729 t zur Verfügung; enthalten sei in dieser Menge auch die 2008 im Rahmen des Health Checks vereinbarte letztmalige Quotenaufstockung um 1 %. Tatsächlich seien von den Landwirten jedoch gemäss den vorläufigen Ergebnissen 2'971'747 t Rohmilch abgeliefert worden. Aufgrund der „Fettkorrektur“" erhöhe sich die Anlieferungsmenge um weitere 36'970 t auf insgesamt 3 008 717 t. Jedes Kilogramm überlieferte Milchquote werde mit einer von der EU festgelegten Zusatzabgabe von 27,83 Cent bewertet, so die AMA.

Was dies für den einzelnen Überlieferer bedeute, sei allerdings noch nicht bekannt. Dazu würden unter anderem die endgültigen Daten je Milchlieferant, die bis Donnerstag dieser Woche gemeldet sein müssten, und die negative Fettkorrektur in die Berechnungen einbezogen. Dadurch könnte sich die Überschussabgabe letztlich etwas vermindern.

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