6.12.2016 10:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milch: Nicht mehr Absatz mit tieferen Preisen
Die starken Preissenkungen für Milchprodukte im Detailhandel haben in diesem Jahr den Abverkauf der Produkte nicht steigen lassen. Teilweise ist dieser sogar gesunken. Dies lässt sich aus Marktforschungsdaten des Nielsen- Handelspanels ablesen, die von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht wurden.

So ging der Konsummilchabsatz im Zeitraum Januar bis August 2016 in den Supermärkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6% zurück, obwohl die Detailhandelspreise deutlich unter dem Vergleichsniveau des Vorjahres lagen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Butter, wo die Verkaufsmenge ungeachtet der Niedrigpreise um 1,5% hinter dem Vorjahresergebnis zurückblieb. Auch Quark und Rahm konnten nicht profitieren. Deren Absatz blieb knapp stabil. Demgegenüber stand ein merklich gestiegenes Kaufinteresse für Biotrinkmilch, obwohl sich deren Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr kaum auf einem niedrigeren Niveau bewegten.

In den ersten acht Monaten von 2016 verzeichnete der Absatz von Biotrinkmilch laut Nielsen ein Plus von 10,7% gegenüber der Vorjahresperiode. Ein stärkerer Anstieg des Abverkaufs wurde mit 14,8% nur bei den Mischfetten erzielt, was offenbar zu Lasten der Margarine ging, deren Verkaufsmenge um 10,3% abnahm.

Fortzusetzen scheint sich in diesem Jahr indes der Trend zu einem höheren Käseverbrauch. Zumindest erhöhte sich die betreffende Einkaufsmenge der Konsumenten in den Läden gegenüber den ersten acht Monaten 2015 um 1,5 %. Im vergangenen Jahr war der Käseabsatz im gleichen Zeitraum gegenüber 2014 allerdings noch um 3,9% gestiegen, obwohl die Verbraucherpreise damals auf einem spürbar höheren Niveau lagen.

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