4.08.2014 08:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Mehr Geld für Bergbauern in Bayern
Bayern will die Förderung seiner Berglandwirtschaft weiter ausbauen. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner während der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern bei Bad Feilnbach am vergangenen Mittwoch angekündigt.

„Wir brauchen in den Alpenregionen auch künftig aktive Bergbauern“, betonte der Minister. Diese seien für die Attraktivität der Kulturlandschaft als Basis für den Tourismus im Alpenraum unverzichtbar. Deshalb werde der Freistaat die Bergbauern auch künftig nach Kräften unterstützen und den hohen Aufwand und die vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft entsprechend honorieren.

Investitionsförderung und beim Kulturlandschaftsprogramm

Dazu seien unter anderem Verbesserungen bei der Investitionsförderung und beim Kulturlandschaftsprogramm geplant. Brunner konkretisierte, dass ab dem kommenden Jahr unter anderem die Förderung von Spezialmaschinen im Bergebiet erweitert werden. Dafür würden Fördergrenzen angehoben und erstmals einzelbetriebliche Heutrocknungsanlagen auf Basis regenerativer Energien bezuschusst.

Auch die kürzlich verbesserten Konditionen für den Bau kleiner Milchviehlaufställe kämen gerade den Bergbauernhöfen zugute, erläuterte Brunner. Nach seinen Angaben sollen Bergbetriebe im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms jetzt auch die Grünlandprämie erhalten können, was bisher nicht möglich war.

Heumilchprämie

Landwirte, die ausschliesslich auf Grünland und Heu setzen, werden zudem zukünftig mit der sogenannten Heumilchprämie einen attraktiven Zuschlag auf die Grünlandförderung erhalten. Zudem will der Ressortchef die Weideprämie deutlich anheben, um die Beweidung auf den Almen und Alpen für die Talbetriebe interessanter zu machen. Die Qualifikation und Ausbildung ist nach Auffassung des Ministers auch in der Berglandwirtschaft ein Schlüssel zum Betriebserfolg.

Deshalb wird zu den bestehenden vier Alm- beziehungsweise Alp-Akademien im Herbst in Eschenlohe bei Garmisch ein „Grünes Bildungszentrum Berge“ für die Alm-, Land- und Forstwirtschaft eröffnet. In Bayern zählen rund 240'000 ha landwirtschaftliche Fläche zum Berggebiet. Dort wirtschaften insgesamt etwa 9'500 Betriebe. Hauptproduktionsrichtung ist auf 6'200 Höfen die Milchviehhaltung.

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