22.07.2013 06:17
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Landwirtschaftliches Einkommen in Österreich um 8 Prozent gesunken
Die Landwirte in Österreich haben 2012 beim Einkommen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 8 % hinnehmen müssen und kamen im Mittel nur noch auf 27'348 Euro je Betrieb.

Das zeigt nach Angaben des Wiener Landwirtschaftsministeriums der aktuelle Grüne Bericht, für den die Daten von freiwillig buchführenden land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ausgewertet wurden. Mit diesem Ergebnis ist die zuvor positive Einkommensentwicklung im Agrarbereich nach zwei Jahren unterbrochen; im Vorjahr hatten sich die Landwirte noch über eine Steigerung von 28 % freuen können.

Hauptverantwortlich für die zuletzt negative Einkommensentwicklung war laut Darstellung des Ministeriums zum einen ein trockenes Frühjahr, das zu Ernteeinbußen bei Getreide sowie Öl- und Eiweißpflanzen geführt habe. Zudem habe es Spätfrostschäden im Weinbau gegeben. Gleichzeitig seien die Kosten für Futter- und Düngemittel sowie Energie deutlich gestiegen. Bei den Forstbetrieben habe ein geringerer Holzeinschlag trotz höherer Preise für Holzprodukte zu einem Erlösrückgang geführt. Einzig die Veredlungsbetriebe hätten aufgrund von gestiegenen Ferkel- und Mastschweinepreisen sowie einer Produktionsausweitung ein Einkommensplus erzielen können.

Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich hob hervor, dass die Bauern unersetzbare Aufgaben für die Gesellschaft erbrächten. Um dies auch künftig leisten zu können, brauchten sie stabile Rahmenbedingungen und eine gerechte Leistungsabgeltung in der Form von Agrarzahlungen. Für den Präsidenten des Österreichischen Bauernbundes, Jakob Auer, liefert das Einkommensergebnis starke Gründe, die Regierung in Wien an ihr Versprechen zu erinnern, die gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit 50 % national kofinanzieren zu wollen. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodowoski, machte deutlich, dass die Rahmenbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft in der neuen GAP-Periode 2014 bis 2020 für die Existenz und Weiterentwicklung der Betriebe von großer Bedeutung seien.

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