20.03.2013 08:42
Quelle: schweizerbauer.ch -
USA
Folgen der Sparmassnahmen - USDA setzt Publikationen aus
Aufgrund der zum 1. März in Kraft getretenen Haushaltskürzungen hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die Veröffentlichung von insgesamt zehn Publikationen ausgesetzt.

Dazu gehören unter anderem der Halbjahresbericht zum Rinderbestand, die monatlichen Daten zur Milchproduktion, Schätzungen zu Hopfenerzeugung und -bestand, zu Flächen und Lagermengen bestimmter Hülsenfrüchte sowie zum Kartoffelbestand und zur Nerztierhaltung.

Wie geplant veröffentlicht werden zum Ende dieses Monats der Bericht über die geplanten Aussaatflächen sowie Ende Juni die Anbauflächenschätzungen zur Ernte 2013. Auch die monatlichen Veröffentlichungen zur Entwicklung der Getreide- und Ölsaatenmärkte finden statt.

Republikaner sprechen von Panikmache

Medienberichten zufolge muss das USDA 1,9 Mrd. USD (1,78 Mrd. CHF) oder fast 1,4% der letztjährigen Haushaltsausgaben einsparen. Bereits zuvor hatte das Ministerium für den Fall der automatischen Kürzung gewarnt, dass ein Drittel der Mitarbeiter zeitweise in den Zwangsurlaub geschickt werden müsse, unter anderem auch die Fleischinspekteure. Ohne die Arbeit der Fleischinspekteure drohe jedoch, dass die Schlachtunternehmen ihre Produktion einstellen müssten.

Angesichts solcher Warnungen seitens des USDA warfen die Republikaner Landwirtschaftsminister Tom Vilsack Panikmache vor. Der Vorsitzende des Agrarausschusses im Repräsentantenhaus, Frank Lucas, stellte mit Blick auf die gesamte erforderliche Etatkürzung durch die US-Regierung fest, man könne wohl 85 Mrd. USD (80 Mrd. CHF) von 3,4 Bio. USD (3,2 Bio. CHF) einsparen, ohne dass die Welt zu ihrem Ende komme.

70% des Agraretats enfällt auf Bedürftigte

Derweil veröffentlichte das Finanzministerium Zahlen, wonach die fiskaljährlichen Ausgaben des USDA inflationsbereinigt von 2002 bis 2012 um insgesamt fast 59% und allein seit 2008 um 44% auf zuletzt 139,7 Mrd. USD (131,1 Mrd. CHF) gestiegen sind. Rund 70% des Agraretats entfallen allein auf die Lebensmittel- und Ernährungsprogramme für Bedürftige.

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