3.07.2016 12:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Demo für zukunftsfähige Landwirtschaft
Mit rund 3'500 Teilnehmern, darunter zahlreichen Junglandwirten, hat der Deutsche Bauernverband (DBV) in Hannover der Politik die „rote Karte“ gezeigt und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft demonstriert.

Bei der Abschlusskundgebung des Deutschen Bauerntages rief Verbandspräsident Joachim Rukwied am vergangenen Donnerstag dazu auf, gerade im Interesse der berufsständischen Jugend zusammen für die deutschen Bauernfamilien zu kämpfen. Agrarminister Christian Schmidt kündigte an, die Landwirte in der Krise nach Kräften zu unterstützen und gemeinsam die Defizite in der Struktur der Wertschöpfungskette anzugehen.

Den jungen Unternehmern, die den Verbandsangaben zufolge auf der Kundgebung ihre Zukunftsperspektiven, ihre Leistungen und vor allem ihre Erwartungen an die Politik formulierten, bot Schmidt einen direkten Dialog an. Laut DBV präsentierte der junge Milchbauer Hendrik Lübben aus Niedersachsen dem Minister jedoch zuerst eine „rote Karte“ für die nach seiner Auffassung unzureichenden finanziellen Unterstützungen zur Bewältigung der Agrarkrise.

Auch die Schleswig-Holsteinerin Nele Lange habe die Politik aufgefordert, endlich Entscheidungen zu treffen, die eine langfristige Krisenbewältigung ermöglichten, berichtete der Verband. Ihm zufolge verlangten weitere junge Landwirte mehr unternehmerische Freiheiten für die Bauern, weniger Bürokratie, eine verantwortungsvolle Preispolitik für gesunde und nach höchsten Standards erzeugte Nahrungsmittel sowie den Verzicht der Politiker auf billige Polemik in Wahlkampfzeiten.

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