13.10.2016 18:16
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Deutschland
D: Bauern sparen bei Investitionen
Die Investitionsbereitschaft der deutschen Bauern fällt auf einen Tiefststand. Das zeigt der Konjunkturbarometer des Deutschen Bauernverbandes.

In der deutschen Landwirtschaft sind für die nächsten sechs Monate Investitionen in der Höhe von 2,8 Mia. Euro (3.08 Mrd. Fr.) geplant. Das ist der niedrigste Stand in den letzten zehn Jahren, teilt der Deutsche Bauernverband mit. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sind das 1,1 Milliarden Euro (1.12 Mrd. Fr.), gegenüber dem Stand von vor zwei Jahren sogar 2,7 Milliarden Euro (2.97 Mrd. Fr.)weniger.

Nur 21 Prozent der Landwirte wollen in den kommenden sechs Monaten investieren; vor einem Jahr waren es noch 28 Prozent, vor zwei Jahren 34 Prozent. Die Halbierung der Investitionen gegenüber früheren Jahren hat aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes auch enorme Konsequenzen zu Lasten der Wirtschaftskraft ländlicher Räume. Ohne Investitionen in eine leistungsfähige Landwirtschaft gehen auch viele Arbeitsplätze in den der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen verloren.

Eine Besserung zeigt sich laut Bauernverband bei der Liquiditätssituation auf den Betrieben. 22 Prozent der Landwirte gaben im September an, dass die Liquiditätslage in ihren Betrieben angespannt oder sehr angespannt ist. Im Juni waren es noch entsprechend 29 Prozent. Allerdings sind es unter den Futterbaubetrieben aktuell immer noch 34 Prozent, die Liquiditätsengpässe bewältigen müssen. Auch die Preissituation wird optimistischer eingeschätzt: Die Erzeugerpreise für Milch und Schweine werden im September spürbar besser beurteilt als noch im Juni. Geringere Futtermittelpreise wirken kostenentlastend. Hingegen bleiben die Ernteergebnisse deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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