20.09.2017 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Bauer wegen toter Maus angezeigt
Ein Landwirt aus dem deutschen Borken dürfte diese Mahd wohl nicht mehr so rasch vergessen. Weil eine Maus durch das Mähwerk getötet wurde, hat ein «Naturschützer» den Landwirt angezeigt. Gebüsst wurde der Bauer wegen falschem Mähen.

An einem Nachmittag im Mai wollte ein Landwirt das Gras seiner Wiese mähen und machte sich an die Arbeit. Dass ihm ein Naturschützer so Probleme verursachen würde, dachte er in diesem Moment noch nicht.

Aber der Reihe nach. Im November 2016 wurde das Landesnaturschutzgesetz im Bundesland Nordrhein-Westfalen geändert. Bauern dürfen ihre Felder nur noch von innen nach aussen mähen, um Wildschäden vorzubeugen, berichtet die «Neue Westfälische». Damit sollen vor allem die Rehkitze vor den Mähwerken geschützt werden.

Der besagte Landwirt jedoch mähte sein Feld von aussen nach innen. Dies sehr zum Missfallen des Anzeigeerstatters. Dieser informierte die Polizei, dass beim Mähen eine Maus zu Tode gekommen sei. Die Polizei Borken fand die tote Maus im Feld. Der Nager wies Verletzungen durch die Mahd auf. Gegen den Landwirt wurde eine Busse von 50 Euro wegen falschen Mähens ausgesprochen.

«Wir haben den Vorgang dann an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die aber in der Tötung der Maus keinen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz sah», erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der «Bild»-Zeitung. Die Staatsanwaltschaft konnte dem Landwirt keinen Vorsatz nachweisen. Dieses Verfahren wurde eingestellt.

Der Anzeigeerstatter gab sich damit nicht zufrieden und legte Beschwerde ein. Die Generalstaatsanwaltschaft nahm sich dem Fall nun an. Diese sah auch kein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz und stellte das Verfahren ein. Ob der «Naturschützer» den Fall weiterzieht, ist noch unklar.

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