11.01.2018 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Anfeindungen gegen Bauern erwartet
Auch in diesem Jahr erwarten die Bauern im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) wieder „Verbalattacken“ gegen den Berufsstand.

Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg prognostizierte vergangene Woche für die Zeit unmittelbar vor der Messe, die am 19. Januar in Berlin ihre Pforten öffnet, eine „Hochkonjunktur für modernen Ablasshandel selbsternannter Tier- und Umweltschützer“. Unter dem Deckmantel der Forderung nach artgerechter Tierhaltung, einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft, dem Schutz von Kleinbauern und Verbraucherinteressen werde wieder die grosse Keule gegen die landwirtschaftliche Tierhaltung insgesamt geschwungen.

Ziele seien die Umerziehung der Menschen und ein politisch verordneter Veganismus. Daneben versuchten die Organisationen mit den Vorwürfen bei den Konsumenten ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, erklärte der LBV. Dieses könne dann von den „selbsternannten Tierschützern in Form von Spenden gemolken“ werden. Das sei moderner Ablasshandel - gutes Gewissen gegen Spende. Dass es den Organisationen nicht tatsächlich um das Wohl der Tiere gehe, zeige sich auch anhand der Veröffentlichungspraxis bei Filmen aus Stalleinbrüchen.

Es sei vorgekommen, dass ein grosser zeitlicher Abstand zwischen der Aufnahme und der Veröffentlichung bestehe. Das laufe dem Schutz der Tiere entgegen, stellte der Verband fest und bereitete die Landwirte darauf vor, dass voraussichtlich auch zur diesjährigen IGW wieder Filmaufnahmen von Stalleinbrüchen in den Medien auftauchen dürften.

Schliesslich wies der LBV darauf hin, dass Brandenburg seit Ende des vergangenen Jahres einen Tierschutzplan habe. Dieser sei auf der Basis eines Kompromisses entstanden, an dem neben Wissenschaftlern auch das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg, Landwirte sowie Interessenverbände der Tierzucht und des Tierschutzes beteiligt gewesen seien. Der Berufsstand nehme die Herausforderungen an und sei zu Veränderungen bereit, betonte der LBV. Notwendig seien aberpraxistaugliche Lösungen auf der Grundlage von Machbarkeitsstudien und wissenschaftlichen Expertisen.

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