20.10.2016 15:34
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Landwirtschaftsetat erhöht
Für Österreichs Landwirtschaft hat der Wiener Finanzminister Hans Jörg Schelling im Haushalt für das kommende Jahr insgesamt 2,138 Mrd. Euro (2.32 Mrd. Fr.) eingeplant. Das sind rund 3 Mio. Euro mehr, als für das laufende Jahr eingestellt sind.

Das geht aus dem Entwurf für das Budget 2017 hervor, den der Minister vergangene Woche (12.10.) im Wiener Nationalrat vorgestellt hat. Demnach sind 693,1 Mio. Euro (751 Mio. Fr.) für Direktzahlungen eingeplant. Hinzu kommen die EU-Mittel für das Programm Ländliche Entwicklung, die bei 562,5 Mio Euro (609 Mio. Fr.) liegen, kofinanziert von Bund und Ländern mit 287,6 Mio Euro (311 Mio. Fr.).

Laut Schelling sind ausserdem Zinszuschüsse zu agrarischen Investitionskrediten von bis zu 130 Mio. Euro vorgesehen, und das Aktionsprogramm „Naturgefahrensicheres Österreich“ soll mit jährlich 200 Mio. Euro fortgesetzt werden. Zur Unterstützung des flächendeckenden Breitbandausbaus werden 2017 aus der Breitbandoffensive 110 Mio. Euro bereitgestellt. Für den Bereich Umwelt sind im Budgetentwurf 608,2 Mio. Euro (659 Mio. Fr.) veranschlagt, so dass Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, der auch für die Umwelt zuständig ist, im kommenden Jahr mit einem Gesamtetat von 2,746 Mrd. Euro (2.98 Mrd. Fr.) rechnen kann.

Erfreut über den Haushaltsentwurf zeigte sich der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Jakob Auer. Gerade bei einer schwierigen Marktlage, die den Bauern in diesem Jahr das fünfte Einkommensminus in Serie bereiten werde, sei ein stabiles Landwirtschaftsbudget umso wichtiger. „Sind die Preise schon nicht stabil, so sind es wenigstens dieAusgleichszahlungen“, betonte derVerbandspräsident. Diese Gelder seien ausschlaggebend dafür, dass die bäuerlichen Betriebe in einer angespannten Lage weitermachen und gleichzeitig neue Export- und Vermarktungsmöglichkeiten geschaffen werden könnten.

Auer unterstrich in dem Zusammenhang die Bedeutung der Auslandsmärkte für die heimische Agrarproduktion. Bereits jetzt werde in der österreichischen Landwirtschaft jeder vierte Euro im Export erwirtschaftet. Nach Auers Worten dämmen stabile, öffentliche Agrargelder auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft ein. Ohne dieses Geld würde sich die Zahl der bäuerlichen Betriebe weit drastischer verringern als dies durch Pensionierungen und fehlende Hofübernehmer ohnehin passiere.

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