31.07.2016 18:55
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Kühe geben mehr Milch
Während die österreichische Kuh- und Ziegenmilcherzeugung im vergangenen Jahr gestiegen ist, ging die Schafmilchproduktion im Alpenland zurück.

Nach Angaben der Statistik Austria gaben die Kühe insgesamt 3,54 Mio. t Milch, das waren 1,3% mehr als 2014. Gleichzeitig erhöhte sich der Milchkuhbestand um 0,7% auf 538'000 Tiere, wobei die durchschnittliche Jahresmilchleistung um 0,6% auf 6'600 kg Milch je Kuh stieg.

Vom gesamten Kuhmilchaufkommen gingen 3,10 Mio. t oder 87,7% direkt an Be- und Verarbeitungsbetriebe, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 1,3%. Die restliche Rohmilch wurde fast ausschliesslich auf den Milchviehbetrieben verwertet. So dienten 278'000 t Kuhmilch oder 7,8% der Gesamterzeugung als Futter für Kälber und Haustiere, während 122'000 t oder 3,4% der Produktion am oder ab Hof direkt oder in verarbeiteter Form für die menschliche Ernährung verwendet wurden.

Wie die Wiener Statistiker mit Blick auf Ziegenmilch ausführten, stieg die Erzeugung 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% auf 20'600 t. Dabei wurde der Milchziegenbestand um 0,9%auf 31 500 Stück aufgestockt. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Jahresmilchleistung um 2,8% auf 653 kg je Tier. Von der gesamten Ziegenmilcherzeugung wurden 17'400 t oder 84,6% der menschlichen Ernährung zugeführt. Der Rest wurde - bis auf einen geringfügigen Schwund - anderweitig verwendet.

Im Gegensatz zum gestiegenen Aufkommen an Kuh- und Ziegenmilch ging die Erzeugung von Schafmilch im vergangenen Jahr zurück im Vergleich zum Vorjahr um 5,8% auf 10'600 t zurück. Diese negative Entwicklung dürfte vor allem auf die deutliche Abstockung des Milchschafbestandes zurückzuführen sein, der um 6,6 % auf 24 100 Tiere abgebaut wurde. Dabei erhöhte sich die durchschnittliche Jahresmilchleistung im Vergleich zu 2014 um 0,9% auf 439 kg je Tier. Von der gesamten Schafmilchproduktion flossen 7'800 t oder 74,2 % in die menschliche Ernährung. Für andere Zwecke wie zur Verfütterung wurden 2 600 t oder 24,8 % verwendet, den Rest verbuchten die Statistiker als Schwund.

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