15.12.2016 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Österreich
A: Höhere landw. Einkommen
Nach Verlusten in den vier letzten Jahren nahmen gemäss ersten Schätzungen die Einkommen in der österreichischen Landwirtschaft 2016 zu.

Ersten Schätzungen im Rahmen der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung von Statistik Austria zufolge erhöhte sich das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen im Vorjahresvergleich real um 7,5%, nach einem Rückgang um 7,2% im Jahr 2015. Zum Anstieg hätten vor allem die gestiegenen Erntemengen im Ackerbau beigetragen, heisst es in einer Mitteilung. Jedoch hätten Minderträge bei Obst und Wein infolge Frost sowie gesunkene Erlöse in der Milchproduktion den Einkommensanstieg abgeschwächt.

Plus bei Pflanzen

Der Gesamtproduktionswert der österreichischen Landwirtschaft wird für 2016 auf rund 6,8 Mrd. Euro (7.3 Mrd. Fr.) geschätzt, mit einem Plus von 0,7% gegenüber dem Vorjahr. Das Plus ist auf Zuwächse in der pflanzlichen Erzeugung zurückzuführen, deren Produktionswert um 3,5% auf rund 2,9 Mrd. Euro (3.1 Mrd. Fr.) stieg. Der Wert der tierischen Erzeugung nahm hingegen – nach einem deutlichen Minus im Jahr 2015 – nochmals um 1,9% auf rund 3,2 Mrd. Euro (3.4 Mrd. Fr.) ab.

Nach den Hitze- und Trockenschäden des Vorjahres konnten 2016 im Acker- und Futterbau wieder deutlich höhere Erntemengen eingebracht werden. Zu einer deutlichen Produktionssteigerung gegenüber 2015 kam es auch im Gemüsebau, wobei die Ernte im mittelfristigen Vergleich nach wie vor leicht unterdurchschnittlich ausfiel. Ein Wintereinbruch bzw. Frostnächte Ende April/Anfang Mai führten im Obst- und Weinbau zu massiven Ernteausfällen.

Hagel verursachte Schäden

Hagelunwetter verursachten gebietsweise starke Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. Die Produzentenpreise für pflanzliche Produkte lagen laut vorläufigen Berechnungen um 0,7% unter dem Vorjahresniveau, wobei die Entwicklung bei den einzelnen Produktgruppen recht unterschiedlich ausfiel: Während die Preise für Feldfrüchte und Futterpflanzen nachgaben, zogen die Preise für Obst und Trauben kräftig an.

Nach wie vor schwierig gestaltete sich die Situation in der Milchproduktion. Laut vorläufigen Berechnungen sank der Produktionswert von Milch 2016 – bei einer weiteren Ausweitung des Erzeugungsvolumens – um 4,6%.

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