20.07.2015 13:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Hilfe für Milchbauern gefordert
Hilfe und „positive Signale“ für die heimischen Milchbauern hat jetzt auch der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Hermann Schultes, gefordert. „Die angespannte Situation am Milchmarkt erfordert gemeinsame Anstrengungen von der EU-Agrarpolitik genauso wie von allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette“, erklärte Schultes vergangene Woche in einer Pressemitteilung.

Als „Tropfen auf dem heissen Stein“ bezeichnete der Kammerpräsident die von Agrarkommissar Phil Hogan in Aussicht gestellte Verlängerung des öffentlichen Interventionszeitraums und der privaten Lagerhaltung über den 30. September hinaus. Nach wie vor sei der Interventionspreis für Milch viel zu niedrig, da er in keiner Weise die hohen Produktionskosten berücksichtige. Deshalb müsse das Sicherheitsnetz deutlich höher gespannt werden, damit es ein wirksames Signal am Binnenmarkt und auf den Exportmärkten sende.

Gleichzeitig müssten auch in Österreich selbst alle Möglichkeiten zur Entspannung der Lage ausgeschöpft werden, verlangte Schultes mit Blick auf die Milchverarbeiter und den Handel. „In Österreichs Handelslandschaft mangelt es nicht an schönen Werbebotschaften für die heimischen Milchbauern. Was die Betriebe aber wirklich brauchen, ist ein gemeinsames Bekenntnis zu den heimischen Milchproduzenten“, so der Kammerpräsident. Der schwierigen globalen Milchmarktsituation sollte die Branche mit heimischen Offensivmassnahmen begegnen.

Schultes rief die Molkereien dazu auf, österreichische Milchprodukte auf kaufkräftigen Märkten in der EU und in Drittländern wesentlich aktiver anzubieten. „Ich erwarte einen echten Schulterschluss mit unseren Bauern, um die Chancen und Risiken der Märkte gemeinsam ergreifen und bewältigen zu können“, so Schultes. An die heimischen Verbraucher appellierte der Kammerpräsident, auf die Herkunft der Produkte zu achten.

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