13.03.2014 10:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Agrarminister will Biolandwirtschaft stärken
Österreichs Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat am vergangenen Freitag Nachbesserungen beim Entwurf für das von der EU kofinanzierte Programm für Ländliche Entwicklung angekündigt, dessen Ausgestaltung für die Jahre 2015 bis 2020 derzeit verhandelt wird.

Damit reagierte der Minister auf die Verunsicherung unter den österreichischen Biolandwirten, die massive finanzielle Kürzungen im zukünftigen Agrarumweltprogramm (ÖPUL) befürchten, dem Herzstück des Förderprogramms. „Ich sehe die biologische Landwirtschaft als Flaggschiff der österreichischen Landwirtschaft“, erklärte Rupprechter und bekräftigte sein Ziel, die ökologische Bewirtschaftung trotz ihres bereits beachtlichen Anteils an der gesamten landwirtschaftlichen Produktion und trotz der geringeren Budgetmittel für die Ländliche Entwicklung weiter auszubauen.

Abschliessende Verhandlungen stehen noch aus

Allerdings stünden die abschliessenden Verhandlungen über die Verteilung der Mittel und die Prämienhöhe noch bevor. Deshalb könnten noch keine endgültigen Zahlen genannt werden. „Unter dem Strich wird jedenfalls ein Plus für den biologischen Landbau stehen“, kündigte Rupprechter an. Ausserdem solle die flächendeckende Anwendung des ÖPUL für den Biolandbau gesichert werden.

In die weiteren Gespräche mit Bio Austria, dem Verband der österreichischen Biobauern, werde man mit einem weiterentwickelten Vorschlag gehen. Der Obmann von Bio Austria, Rudolf Vierbauch, sieht in Rupprechters Ankündigung einen Schritt in die richtige Richtung.

Biobauern protestieren

Der Klarstellung des Ressortchefs, dass die ursprünglich diskutierten Kürzungen der Abgeltungen für die biologische Wirtschaftsweise vom Tisch seien, müssten jetzt weitere Schritte folgen. In den nächsten Tagen und Wochen müssten entsprechende Korrekturen am ÖPUL erfolgen, damit die Biobauern die notwendige Klarheit darüber hätten, dass sie ihre Arbeit in Zukunft unter guten Rahmenbedingungen fortsetzen könnten.

Vergangene Woche hatten Biobauern in einer Protestaktion vor dem Wiener Landwirtschaftsministerium die Rücknahme der befürchteten massiven finanziellen Kürzungen im zukünftigen ÖPUL gefordert.

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