12.09.2017 11:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Argentinien
5.5 Mio. ha Nutzfläche überschwemmt
Von erheblichen Schäden für die argentinische Landwirtschaft durch die Überschwemmungen der zurückliegenden Monate geht die Bauernorganisation Confederación de Asociaciones Rurales de BuenosAires y La Pampa (Carbap) aus.

Wie die Dachorganisation von insgesamt 114 örtlichen Bauernorganisationen in den wichtigen Produktionsgebieten Buenos Aires und La Pampa kürzlich berichtete, zeigt die Auswertung von Satellitenaufnahmen, dass in den Provinzen Buenos Aires, La Pampa, Córdoba und Santa Fe von insgesamt 21,7 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche 5,5 Mio. ha beziehungsweise 26% durch Überschwemmungen in ihrer Bewirtschaftung beeinträchtigt sind.

Angesichts der grossen Bedeutung des betreffenden Gebietes für die argentinische Landwirtschaft insgesamt sei auch mit Auswirkungen auf nationaler Ebene zu rechnen, betonte die Organisation. Im Durchschnitt der Jahre stammten 25% der Produkte des argentinischen Feldbaus von den jetzt in Mitleidenschaft gezogenen Flächen. Bei Mais seien es sogar 30%.

Nicht besser sieht die Lage laut den Analyseergebnissen von Carbap in der Viehhaltung aus. Von den insgesamt 32,7 Millionen Stück Vieh in den vier untersuchten Provinzen lebten 14,1 Millionen Tiere beziehungsweise 43% in den von den Wassermassen beeinträchtigten Regionen. Damit sei etwa ein Viertel des Gesamtviehbestandes von Argentinien betroffen.

Angesichts des befürchteten Schadens fordert die Bauernvereinigung eine deutliche Verbesserung des Hochwasserschutzes. Hier sei in den zurückliegenden Jahren zu wenig unternommen worden. Projekte müssten jetzt zügig aufgenommen und umgesetzt werden, um besser für Extremwetterereignisse gewappnet zu sein. Diese würden in Zukunft voraussichtlich häufiger auftreten.

Auf politischer Ebene scheint das nun ähnlich gesehen zu werden. So startete die Provinzregierung von Buenos Aires im hart von den Fluten getroffenen Gebiet General Villegas in der vergangenen Woche eine Reihe von Vorhaben zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur. In Argentinien hat es vor allem in den ersten fünf Monaten dieses Jahres immer wieder sintflutartige Regenfälle gegeben, in deren Folge weite Teile des Landes zum Teil meterhoch überschwemmt wurden.

Destructuve flash floods in Comodoro Rivadavia, Argentina on Apr 3rd. Source: @El despertar a un nuevo mundo

Posted by Severe Weather Europe on Freitag, 7. April 2017
SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE